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HSG beleuchtet Skandale an öffentlichen Vorlesungen

Mord und Totschlag, Schweizer Literatur oder Skandale: Das öffentliche Programm des Frühjahrssemesters bietet ein breites Angebot. Start ist am 18. Februar.
Christoph Renn
Am 18. Februar beginnt an der Universität St. Gallen das Frühjahrssemester. (Bild: Urs Bucher)

Am 18. Februar beginnt an der Universität St. Gallen das Frühjahrssemester. (Bild: Urs Bucher)

In etwas mehr als zwei Wochen beginnt an der Universität St. Gallen das Frühjahrssemester. Dann öffnen sich wieder die Türen der Vorlesungssäle für die Studierenden. Aber auch für die interessierte Öffentlichkeit. Ihr stehen ab dem 18. Februar 36 öffentliche Vorlesungen zur Auswahl. Die Themenpalette ist wie gewohnt auch im Jahr 2019 breit, wie ein Blick ins Programmheft zeigt.

Wie jedes Semester bieten Professorinnen und Professoren der Universität sowie externe Dozierende Vorlesungen zu unterschiedlichsten Themen an. «Einige Vorlesungen verhelfen zu mehr Durchblick, weitere beschäftigen sich mit dem Rückblick und wieder andere mit dem Seeblick», wie Florian Wettstein, Leiter des Öffentlichen Programms, in der Mitteilung schreibt.

Von Rationalität und emotionaler Intelligenz

In der Sparte Rückblick organisiert die HSG eine Vorlesungsreihe zu Skandalen. Es geht dabei jedoch nicht um die jüngsten hauseigenen Spesenaffäre der Universität selbst. In der Geschichts-Vorlesungsreihe begibt sich Caspar Hirschi, Professor für Allgemeine Geschichte, auf die Spur grosser Skandale von Marie Antoinette bis Harvey Weinstein und erläutert, was sie über unsere Gesellschaft sagen. Denn Skandale seien als historische Untersuchungsgegenstände aufschlussreich, weil sie viel über die Moralvorstellungen früherer Generationen verraten.

Für mehr Durchblick bietet die HSG-Vorlesungen an, die sich mit klarem Denken, mit Rationalität, aber auch mit emotionaler Intelligenz auseinandersetzen. So geht eine Philosophie-Vorlesung der Frage nach, ob das Ideal der Rationalität und der vernünftigen Diskussion in der heutigen, turbulenten Zeit ausgedient hat. Eine Antwort darauf liefert gemäss Mitteilung auch Hannah Arendts Philosophie, die im Zentrum der zweiten Philosophie-Vorlesung steht.

Tötungsdelikte seit 1980 in der Schweiz

Durchblick kann aber auch die Flucht ins Erzählen geben. So nimmt Jonas Lüscher, Gewinner des Schweizer Buchpreises, die Hörerinnen und Hörer in seiner Vorlesungsreihe mit auf diese Flucht. Er doziert über den Streit zwischen quantitativen und narrativen Weltbetrachtungen, über intellektuelles Torfstechen oder über das Verhältnis von engagierter Literatur und dem engagierten Schriftsteller. Um Mord und Totschlag geht es in der Reihe von Martin Killias, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie. Basis seiner Vorlesungen ist eine Datenbank aller Tötungsdelikte in der Schweiz seit 1980, in welcher rund 1600 Ereignisse verzeichnet sind.

Die Vorlesungsreihen der Sparte Seeblick widmen sich lokalen Themen in und rund um die Stadt St. Gallen. So widmet sich Historiker Max Lemmenmeier in drei Vorlesungen der Spital- und Gesundheitspolitik des Kantons St. Gallen im 19. und 20. Jahrhundert. Denn die aktuellen Diskussionen und die Organisation des Spitalwesens zeigen gemäss Mitteilung, wie ausgeprägt diese Fragen die Bevölkerung bewegen.

Über die Entwicklung von Schulraum in der Stadt

In einer der vielen lokalen Vorlesungen gibt der St. Galler Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner Einblicke in die Strategie, die Konzepte und die Wettbewerbe der Stadt. Er beleuchtet in den drei öffentlichen Vorlesungen die Schulraumentwicklung in der Stadt St. Gallen, die Erneuerung des Kunstmuseums und die Bedeutung von Architekturwettbewerben für die Stadt. Eine andere Reihe macht den Bodensee als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum zum Thema.

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