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Hotel City Weissenstein in St.Gallen baut aus

Vis-à-vis seines jetzigen Standorts plant das Hotel City Weissenstein 32 neue Hotelzimmer. Das Gesuch für den Umbau des Bürogebäudes an der Davidstrasse 21 liegt derzeit öffentlich auf.
Roger Berhalter
Vom Büro zum Hotel: das Gebäude an der Davidstrasse 21. (Bild: Thomas Hary)

Vom Büro zum Hotel: das Gebäude an der Davidstrasse 21. (Bild: Thomas Hary)

Das Sorell Hotel City Weissenstein an der Davidstrasse baut aus. Derzeit liegt ein Baugesuch auf, das eine Umnutzung des Bürogebäudes an der Davidstrasse 21 zum Ziel hat. Diese Liegenschaft befindet sich vis-à-vis des bestehenden Standortes des Hotel City Weissenstein. Im neuen Gebäude sollen weitere 32 Zimmer mit einer Maximalbelegung von 69 Personen hinzukommen, wie es im Betriebskonzept heisst. Die geplanten neuen Hotelzimmer sollen «operativ und organisatorisch» zusammen mit dem bestehenden Hotel betrieben werden. So seien künftig auch «diverse Nutzungen auf die beiden Häuser verteilt», heisst es weiter. Eigentümerin der Liegenschaft ist die AG zur Realisierung von Bauten der St. Galler Firma Mettler2Invest. Bis 30. Januar liegt das Umnutzungsgesuch noch öffentlich auf.

Das neue Hotel City Weissenstein soll gemäss Betriebskonzept ein «hochwertiges Garni-Hotel im oberen Drei-Sterne-Segment» sein, das mit «grosszügigen Zimmern, wohnlichem Lobbykonzept, multifunktionalem Seminarraum und dem reichhaltigen Frühstücksangebot» überzeuge. Im Untergeschoss soll es zwei Seminarräume geben, die von Hotelgästen, aber auch externen Besuchern belegt werden können.

Betrieb auf acht Stockwerken

Ein Restaurant ist nicht geplant, den Hotelgästen soll aber ein Frühstück angeboten werden. Gemäss Mitarbeiterplan sind 18 Vollzeitstellen vorgesehen, aufgeteilt auf 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hotelbetrieb verteilt sich auf insgesamt acht Stockwerke, vom Untergeschoss bis zum sechsten Obergeschoss, wobei zuoberst mehrere Suiten vorgesehen sind. Für den Umbau sind im Baugesuch reine Gebäudekosten von 2,9 Millionen Franken veranschlagt.

Das Hotel City Weissenstein ist eines von 17 Häusern der Gruppe Sorell Hotels. Diese betreibt Drei- und Vier-Sterne-Hotels an verschiedenen Standorten, unter anderem in Zürich, Basel, Winterthur, Bern, Bad Ragaz und Arosa. Die Hotelkette gehört zur ZFV-Gruppe, einem in der ganzen Schweiz tätigen Gastronomie- und Hotellerieunternehmen mit fast 3000 Mitarbeitern.

St. Gallen zählt seit 2011 zu den Standorten der Sorell-Hotels. Damals übernahm die ZVF-Gruppe das Hotel City Weissenstein vom langjährigen Eigentümerpaar Ursula und Klaus Frei. Der Betriebsleiter der Sorell-Hotels ortete damals in St. Gallen Wachstumspotenzial. Schon in den vorangegangenen Jahren hatte das «Weissenstein» im Vergleich zu den anderen Hotels der Stadt jeweils überdurchschnittliche Auslastungen erzielen können. Die aktuelle Hoteldirektion war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Eröffnung im Sommer 2020 geplant

Der Umbau des Bürogebäudes an der Davidstrasse 21 ist gemäss dem aufliegenden Baugesuch im kommenden Juni geplant. Bis März 2020 soll das Hotel fertig sein, die offizielle Eröffnung ist auf Sommer 2020 angesetzt. Derzeit beherbergt das Bürogebäude temporäre Mieter. Im Rahmen einer Zwischennutzung bis März stehen mehrere Stockwerke des Hauses für kulturelle Tätigkeiten zur Verfügung. Erste Künstlerinnen und Künstler haben schon ihre Ateliers eingerichtet (siehe Zweittext).

Zwischennutzung «Haus Famos»

Im leer stehenden Gebäude an der Davidstrasse 21 kehrt schon jetzt Leben ein. Lange bevor das Bürogebäude zum Hotel umgebaut wird. Unter dem Namen «Haus Famos» steht das Gebäude bis März für eine kulturelle Zwischennutzung zur Verfügung. Der Verein Leerraum, der an der Poststrasse schon als Zwischennutzung das «LadenCafé» betreibt, kümmert sich um die Vermietung der Räume. Das «Haus Famos» soll «ein kunterbuntes Haus mit viel Platz für Kreative» werden, wie es auf der Website des Vereins heisst. Angeboten werden Büroarbeitsplätze im Erdgeschoss, Künstlerateliers in den Obergeschossen, und im Keller möchte der Printclub Bodensee ein Siebdruck-Studio einrichten. Die ersten Künstlerinnen und Künstler sind schon eingezogen, weitere sollen noch dazukommen, der Verein Leerraum ist auf Mietersuche. Das «Haus Famos» ist nicht öffentlich zugänglich und öffnet nur bei speziellen Anlässen seine Türen. Am Freitagabend können Interessierte ins «Spielzimmer» blicken und dort Retro-Spielkonsolen und alte Super-Mario-Games auf klobigen Bildschirmen ausprobieren. Aber auch moderne Virtual-Reality-Technologie steht zum Test bereit. Die erste Vernissage im «Haus Famos» findet am 9. Februar statt. (rbe)

Hinweis
www.leerraum-sg.ch/haus-famos

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