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Hofläden der Region Rorschach rüsten gegen Diebe auf

Die Bauern in der Region kennen das Problem: Manche Kunden bezahlen für ihre Ware zu wenig oder gar nichts. Es kommt auch zu Kassen-Diebstahl. Eine Familie setzt jetzt auf eine Überwachungskamera, eine andere auf eine Lichtanlage.
Rossella Blattmann
Bei den Hofläden der Region Rorschach sind die Kunden nicht immer ehrlich. (Symbolbild: Rossella Blattmann)

Bei den Hofläden der Region Rorschach sind die Kunden nicht immer ehrlich. (Symbolbild: Rossella Blattmann)

Es ist warm, und in der Region Rorschach locken reife Erdbeeren, Flaschen voll selbst gemachtem Holunderblütensirup sowie frisch gepflückter Salat zahlreiche Besucher in die Hofläden. Dabei setzen die Betriebe auf folgendes Bezahlsystem: ein unbewachtes Kässeli, wo die Kunden das Geld für ihren Einkauf hineinwerfen. Doch dies führt immer wieder dazu, dass die Leute zu wenig Geld bezahlen. Ein Augenschein auf den Höfen der Region Rorschach zeigt: Mancherorts haben dreiste Diebe versucht, Hofladenkassen aufzubrechen und das Geld zu stehlen.

Thomas und Yvonne Frommenwiler vom Hof Büel in Rorschacherberg haben Massnahmen ergriffen. «Letztes Jahr haben Unbekannte zwei Mal die Kasse beim Stand zerstört und geleert», sagt Theres Frommenwiler, die Schwiegermutter von Bäuerin Yvonne. Daraufhin habe der Sohn selbst eine besonders sichere, zugeschweisste Kasse geschmiedet. «Meine Schwiegertochter hat die Überwachungskamera beim Stand montiert.» Die Familie kontrolliere jeden Abend das Überwachungsvideo und lösche es anschliessend. «Die Kamera ist für Besucher sichtbar und signalisiert. Sie ist an erster Stelle dazu da, um potenzielle Langfinger abzuschrecken», fügt sie hinzu. Ein oder zwei Mal habe die Kamera einen Dieb ertappt. Da nicht so viel Geld fehlte, habe man nicht weiter versucht, die Personen ausfindig zu machen.

«Wir fanden Kratzspuren am Gehäuse»

Im Hoflädeli der Familie Germann an der Untereggenstrasse in Goldach haben Unbekannte schon versucht, die an einen Pfosten festgemachte, abgeschlossene Kasse aufzubrechen. «Eines Tages fanden wir Kratzspuren am Metallgehäuse vor», sagt die 32-jährige Bäuerin Claudia Germann. Glücklicherweise habe es gehalten, und die Diebe hätten es nicht geschafft, die Kasse aufzubrechen und das Geld zu stehlen. «Unser System funktioniert mehrheitlich gut», sagt Germann.

Auf das Einkassieren durch Personal verzichte sie, da dieses erhebliche Mehrkosten verursachen würde. Es komme vor, dass jemand nur so tue, als würde er Geld reinwerfen, oder er werfe zu wenig Geld in die Lädelikasse. «Ganz genau wissen wir das nicht. Das liegt in der Natur der Sache.»

Licht schreckt Langfinger ab

Die 33-jährige Sabrina Schmid betreibt mit ihrem Mann Jakob unweit der Seebushaltestelle Wilen in Rorschacherberg einen Biohof. Seit diesem Frühling mit Hofladen. Dabei handelt es sich um eine Holzkabine, in der Kohlräbli, Süssmost und auch Eier zum Verkauf bereit stehen. Eine alte, rostige, nicht abgeschlossene Büchse fungiert als Kasse.

«Bisher funktioniert dieses System wunderbar», sagt Sabrina Schmid. Darüber sei sie sehr froh. Das Hoflädeli der Schmids befindet sich gleich neben ihrem Wohnhaus. «Von meinem Küchenfenster aus kann ich das Hoflädeli jederzeit sehen. Und läuft jemand bei Dunkelheit den Weg hinauf, dann geht automatisch das Licht an. Ich vermute, dass das potenzielle Diebe abschreckt.»

Bei der Bleiche, ebenfalls in Rorschacherberg, befindet sich das Selbstpflücke-Blumenfeld der Familie Troxler vom Schlossguet in Untereggen. «In der Regel runden die Besucherinnen und Besucher bei uns eher auf als ab. Kaufen sie zum Beispiel Blumen für 4.70 Franken, dann werfen sie eher einen Fünfliber in die abgeschlossene Kasse», sagt Willi Troxler. Bisher habe er in Rorschacherberg keine Probleme mit fehlendem Geld in der Kasse beim Blumenfeld gehabt. «Die Blumen auf unserem Feld bei der Bleiche kann man nicht essen. Darum glaube ich, dass wir hier fast keine Leute haben, die kein oder zu wenig Geld bezahlen», sagt er.

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