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Historischer Jahreskalender zur Stadt St.Gallen: Vom «Gift» zum Tröckneturm

Der Jahreskalender 2020 von Peter Uhler zeigt historische Bilder des Lachen-Quartiers. Er ist soeben erschienen. Der Ansichtskartensammler und Kalenderproduzent hat bereits konkrete Pläne für die Jahre 2021 bis 2023.
Reto Voneschen
Das Zentrum des Lachen-Quartiers an der Zürcher Strasse nach 1937. Das Erdgeschoss des damals neu gebauten Flachdach-Hauses war der zweite Standort der Post Lachen. Daneben fand dort auch noch eine Tramwartehalle Platz. (Bild: Sammlung Peter Uhler)

Das Zentrum des Lachen-Quartiers an der Zürcher Strasse nach 1937. Das Erdgeschoss des damals neu gebauten Flachdach-Hauses war der zweite Standort der Post Lachen. Daneben fand dort auch noch eine Tramwartehalle Platz. (Bild: Sammlung Peter Uhler)

Der 19. Jahreskalender der Stadt St.Gallen von Peter Uhler nimmt einem auf einen historischen Bummel durch die Lachen mit. Gestartet wird der Rundgang im Januar und Februar am Nordrand der Kreuzbleiche mit Erinnerungen an deren militärische Vergangenheit: Neben dem obligaten Bild der 1980 abgebrochenen Kaserne ist das Restaurant Kreuzbleiche zu bewundern. Es trug den Spitznamen «Gift», war aber bei Rekruten und Soldaten, die während 100 Jahren in der Kaserne untergebracht waren, trotzdem immer eine äusserst beliebte Adresse.

Die gleiche Ansicht im Zentrum des Lachen-Quartiers im Frühling 2018: Das Bild hat ebenfalls bereits historischen Wert. Die Migros (links) ist inzwischen ausgezogen, die in den Anbau ans Flachdach-Haus umgezogene Post wurde geschlossen. (Bild: Sabrina Stübi - 23. April 2018)

Die gleiche Ansicht im Zentrum des Lachen-Quartiers im Frühling 2018: Das Bild hat ebenfalls bereits historischen Wert. Die Migros (links) ist inzwischen ausgezogen, die in den Anbau ans Flachdach-Haus umgezogene Post wurde geschlossen. (Bild: Sabrina Stübi - 23. April 2018)

Von einer Landmarke zur nächsten

Der Alte Stahl brennt. (Bild: Sammlung Reto Voneschen - 1. August 1985)

Der Alte Stahl brennt. (Bild: Sammlung Reto Voneschen - 1. August 1985)

Der Spaziergang durch die Quartiergeschichte führt dann von einer bekannten Landmarke zur nächsten der Zürcher Strasse entlang. Eine Rarität ist dabei das Bild vom Alten Stahl, der 1985 abgebrannt ist. Sehenswert auch das Mai-Kalenderbild mit dem Restaurant Eidgenössisches Kreuz Anno 1905. Die Burg Waldegg 1902, der Burgweier 1911 und der Tröckneturm 1930 runden den Bilderbogen ab.

Der historische Jahreskalender 2020 ist bereits der 19. aus der Werkstatt des Ansichtskartensammlers Peter Uhler. Er wartet im üblichen A4-Format mit 13 Bildern und ausführlichen Legenden auf. Der Kalender ist damit nicht nur ein dekorativer Wandschmuck, sondern auch ein Geschichtsbüchlein mit den Daten interessanter Bauten und mit mehr oder weniger bekannten Anekdoten aus dem beschriebenen Quartier.

Bruggen, St.Fiden/Neudorf und Brauerereien

Ideen für die nächsten Kalender hat Peter Uhler auch schon: Der Jahreskalender 2021 ist dem «Dorf» Bruggen gewidmet. Uhler schreibt dafür bereits an den Bildlegenden. Am Dienstag etwa beschäftigte er sich mit der Geschichte der dortigen Eisbahn.

Der Blick ungefähr Ende der 1940er-Jahre über den Burgweier, die Häuser entlang der Zürcher Strasse in Schönenwegen, den Gallemescht (eine Kehrichtdeponie) sowie im Hintergrund auf die Einfamilien-Häuser im Gebiet Lilienstrasse und das Altersheim Sömmerli. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen)

Der Blick ungefähr Ende der 1940er-Jahre über den Burgweier, die Häuser entlang der Zürcher Strasse in Schönenwegen, den Gallemescht (eine Kehrichtdeponie) sowie im Hintergrund auf die Einfamilien-Häuser im Gebiet Lilienstrasse und das Altersheim Sömmerli. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen)

Mit den Kalendern 2022 und 2023 will er dann zu den Ursprüngen zurückkehren: 2022 soll St.Fiden/Neudorf und 2023 den Stadtsanktgaller Brauereien gewidmet sein. 2002 zeigte der allererste Kalender von Peter Uhler bereits St.Fiden/Neudorf. Das lag nahe, weil der Kalenderproduzent dort lebt. 2003 ging’s um acht historische und aktuelle Brauereien in der Stadt; der Kalender 2023 soll elf verschiedene solche Betriebe zeigen.

Aufwendiges Kalenderhobby

Voraussetzung dafür, dass er diese Pläne umsetzen könne, sei, dass die Gesundheit mitmache, sagt der heute 69-Jährige am Telefon. Ob und wie es 2024 weitergehen könnte, ist für den Ansichtskartensammler aus Leidenschaft derzeit völlig offen. Abhängig sei das natürlich nicht zuletzt davon, ob die Lust am «schönen, aber auch aufwendigen» Kalenderhobby anhalte.

Keine Probleme bereitet Peter Uhler die Suche nach Bildmotiven: Die Sammlung alter Ansichten der Gallusstadt, die er seit Ende der 1980er-Jahre zusammenträgt, ist in den vergangenen 17 Jahren nämlich gewaltig gewachsen.

Bei Peter Uhler oder in den Buchhandlungen

Der historische Jahreskalender der Stadt St.Gallen ist für 16 Franken plus Porto bei Peter Uhler erhältlich. Dies im Internet unter oder unter Telefon 071'288'26'64. Ebenfalls erhältlich ist der Jahreskalender 2020 übers Lachen-Quariter in den Buchhandlungen Rösslitor und Zur Rose. Wer ältere Ausgaben des Kalenders sucht, ist beim Autor richtig. (vre)

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