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Hinter jedem Gegenstand steckt eine Geschichte: Rundgang durchs Schloss Klein Hahnberg

Das Schloss Klein Hahnberg in Berg stand am Samstag allen Interessierten offen.
Katharina Schatton
Architekt Robert Bamert wohnt im Schloss Kleiner Hahnberg. Am Samstag öffnete er die Tore der Öffentlichkeit. (Bilder: Katharina Schatton

Architekt Robert Bamert wohnt im Schloss Kleiner Hahnberg. Am Samstag öffnete er die Tore der Öffentlichkeit. (Bilder: Katharina Schatton

Hinter einem eisernen Tor liegt versteckt zwischen Bäumen das Schloss Kleiner Hahnberg. Der pensionierte Architekt Robert Bamert wohnt seit über 40 Jahren hier und macht die Räumlichkeiten auch für die Öffentlichkeit zugänglich. So zum Beispiel am Samstag, als sich rund 20 Interessierte aus Berg auf dem Schlossplatz einfanden und ihnen die Geschichten und Geheimnisse von Klein Hahnbergs 500-jährigen Vergangenheit nähergebracht wurde.

Robert Bamert fängt den Rundgang mit seinem Werkstatthaus, dem ehemaligen Gärtner- und Kutscherhaus, an. Schon als Kind war er fasziniert von traditionellen Handwerken wie Schmieden und Schreinern. Im Rentenalter dann widmete er sich unter anderem vermehrt dem Bau von Tasteninstrumenten. Ein Vorspiel auf der selbst gebauten Orgel aus nach italienischem Vorbild darf da nicht fehlen. «Ich bin stolz darauf, wie sie klingt und aussieht», sagt Bamert.

Fundstücke im Gemäuer

Durch die historische Parkanlage in drei verschiedenen Stilen führt der Rundgang zum eigentlichen Schlossgebäude. Viele der Teilnehmenden verbinden Kindheitserinnerungen damit. Um das Jahr 1540 wurde es gebaut, sieht heute aber keineswegs gleich aus wie damals: Der Turm beispielsweise, wie auch ein mit Malereien und Wappen geschmückter Ausgang, der zum italienischen Garten führt, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Rorschacher Familie von Bayer residierte zu der Zeit hier und restaurierte das Gebäude. Stück für Stück arbeitete sich auch Robert Bamert durch die Jahrhunderte des Gebäudes. Er legte Schichten unterschiedlicher Epochen frei und liess sie erneuern. Dabei schaute er darauf, originale Bausubstanz und Einrichtung zu erhalten.

Hinter jedem Gegenstand im Schloss, jedem Schrank und jedem Musikinstrument scheint eine Geschichte zu warten. So auch die Bibliothek: «Unter einem alten Boden fand ich einen barocken Bleistift. Damit habe ich dann die Einrichtung der Bibliothek entworfen», sagt Bamert. Sogar einige der Türen geben Aufschluss über historische Begebenheiten. Bemalt sind sie mit einem Fussboden, sodass bei geschlossener Tür der Eindruck entsteht, man trete durch ein Tor ins nächste Zimmer. «Die Perspektive in der Kunst wurde während der Epoche der Renaissance entwickelt. Daher liegt es nahe, dass die damaligen Hauseigentümer weit gereist sind und diese Idee mit nach Hause gebracht haben», sagt Bamert.

Tanzmusik bis tief in die Nacht hinein

Die Hauskapelle im Erdgeschoss des Schlosses geht ebenfalls auf die Familie von Bayer zurück. Gleich nebenan: der Festsaal. «In früheren Zeiten gab es in Berg sogar Klagen, weil samstagabends die Tanzmusik im Hahnberg bis tief in die Nacht gespielt hat», sagt Bamert. Jetzt steht eine Barock-Orgel in dem Musiksaal. Die Türen des Kleinen Hahnbergs öffnen für Zuhörer bei den regelmässig stattfindenden Konzerten für Alte Musik, die von jungen Künstlern gespielt werden.

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