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Steinacher Theaterproduktion: Das tut sich hinter den Kulissen der «Wasserland»-Bühne

Das Theater zum 1250-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Steinach ist gut angelaufen. Ein Blick hinter die Kulissen.
Lena Müntener
Die Profi- und Laienschauspieler benötigen 80 Kostüme. Während des Stücks verlaufen Kostümwechsel reibungslos. (Bild: PD)

Die Profi- und Laienschauspieler benötigen 80 Kostüme. Während des Stücks verlaufen Kostümwechsel reibungslos. (Bild: PD)

Die untergehende Sonne färbt den Himmel, der See ist ruhig und spiegelglatt. Es ist ein lauer Spätsommerabend beim Gredhaus am See in Steinach. Auf einer Holzbühne, kreiert von Stefan Kreier, bereiten sich die Schauspielerinnen und Schauspieler auf die Vorstellung vor.

Noch zwei Stunden bis zu der nächsten Aufführung. Die letzten Vorbereitungen auf der Seebühne sind in vollem Gange. Das gemeinsame Einlaufen ist vorbei und einige Schauspieler haben sich, noch unkostümiert, auf der Bühne versammelt, um eine Szene zu besprechen. Sorgfältig wird die Choreografie ohne Musik noch einmal durchgetanzt und gesungen. Falls jemand aus dem Takt fällt, wird noch einmal von vorne begonnen. Es muss alles sitzen. Konzentration und Motivation der Beteiligten sind deutlich zu spüren. Durch Rückmeldungen des Publikums oder der Schauspieler, werden einzelne Szenen nach den jeweiligen Vorführungen mit Hilfe des Regisseurs Oliver Kühn noch einmal verfeinert und angepasst. Man wachse durch die Rückmeldung des Publikums, sagt ein Schauspieler.

Kostüme und Requisiten sind auf engstem Raum verstaut. (Bild: Lena Müntener)

Kostüme und Requisiten sind auf engstem Raum verstaut. (Bild: Lena Müntener)

Kurz vor dem Auftritt noch auf einen Sprung ins Wasser

Die musikalische Begleitung, unter der Verantwortung von Valentin Baumgartner, führt parallel einen Soundcheck durch. Das siebenköpfige Orchester richtet sich auf seiner eigenen kleinen Bühne ein und stimmt die Instrumente.

Im Backstagebereich herrscht eine lockere Stimmung, von Nervosität noch keine Spur. Die gemeinsamen Stimmübungen sind abgeschlossen und die Schauspieler stimmen sich individuell auf die nächste Partie ein. Es bleibt sogar noch Zeit für einen Schwumm im Bodensee. In der Maske wird jeder geschminkt und vorbereitet. Rund 80 Kostüme hängen geordnet an ihren Plätzen. «Während des Stücks müssen Einzelne ihre Kostüme wechseln, aber dies ist durch die Hilfe unseres Dressers kein Problem», erklärt Produktionsleiter Jaqcues Erlanger. Durch den routinierten Ablauf hinter der Bühne und das hohe Engagement der Mitwirkenden verläuft alles reibungslos.

Der Gemeindepräsident macht auch mit

Fünf Profischauspieler, eine Akrobatengruppe des Turnvereins und 24 Laienschauspieler – inklusive Gemeinderatspräsident Roland Brändli – sind Teil des Stücks. Kinder im Alter von neun Jahren arbeiten mit bis zu 60-jährigen in einer Produktion. «Die professionellen Schauspieler geben uns Sicherheit. Wir lernen so viel voneinander und man hat nie das Gefühl, etwas falsch zu machen. Es ist mehr als nur Theater», sagt Laiendarsteller und Regieassistent Andreas Lutz. Und jede Aufführung fühle sich jeweils wieder wie das erste Mal an. Die Plätze waren an jedem Abend fast ausverkauft. Dies sporne noch mehr an. Damit die Energie auf der Bühne stimmt, wurden die Dialoge sogar in die eigenen Worte der Sprecher umgeschrieben. Lutz schwärmt: «Wir sind schon wie eine Familie.»

Freiwillige Helfer schnell gefunden

Damit dieses Projekt auf die Beine gestellt werden konnte, wurden mehrere freiwillige Helfer gesucht. «Diese Positionen wurden sehr schnell gefüllt. Dabei sein ist alles», sagt der Regieassistent. Für die Verpflegung der Gäste sorgt der Catering Service der Migros. Man kann mit einer Reservation auf dem Festspielgelände ein Abendessen geniessen oder direkt beim Take-away etwas kaufen.

Das Wetter stellt für eine Freilichtbühne ein grosses Risiko dar. «Wasserland» hatte bis jetzt aber Glück. Einmal hat es geregnet, aber davor machten die Darsteller keinen Halt und traten trotzdem auf. Nur bei Sturm werden die Aufführungen verschoben, auch wegen der Sicherheit von Schauspielern und dem Publikum.

Drei Aufführungen stehen auf der Seebühne in Steinach noch bevor. Die Überraschung über den Erfolg sei gross gewesen, da die Erwartungen von Seiten der Gemeinde nicht gross waren. Andreas Lutz freut sich: «Die Produktion hat in uns eine unglaubliche Energie geweckt, die in das Publikum übergeht und das spüren wir.»

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