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«Himmelsstrom» vom St.Galler Kathedralendach ist ein 1.-April-Scherz

Nein, aufs Dach der Kathedrale St.Gallen wird keine Fotovoltaik-Anlage gestellt. Das wäre mit dem Status des Stiftsbezirks als Unesco-Weltkulturerbe nicht vereinbar.
Reto Voneschen

Nur schon aus den Social-Media-Reaktionen kann man schliessen, dass es die meisten Leserinnen und Leser auf Anhieb oder nach ganz kurzer Bedenkzeit gemerkt haben: Der gestrige Bericht über das Solarkraftwerk, das auf die Kathedrale gestellt werden soll, war ein 1.-April-Scherz. Entsprechend gibt es kein «Designer-Solarpanel» von Caruso St John Architects und keine Überlegungen bei den St.Galler Stadtwerken für einen fünften Strommix «Himmelsstrom Öko».

Die Solarkirche Halden existiert wirklich

Allerdings: Dass die Stadtwerke bereits vier verschiedene Stromprodukte vertreiben ist keine Fake-News. Genauso wenig wie der Text über die Solarkirche Halden. Beides entspricht den Tatsachen. Und einer reagierte gestern denn auch darauf per Mail: Er sei fast auf den Scherz hereingefallen, weil er sich daran erinnert, dass St.Gallen mit der Kirche Halden schon einmal eine nationale Pionierrolle gespielt habe.

«Und da ist im allerersten Moment der Gedanke nicht abwegig, dass man auf diesem Weg vorwärts machen will.»

Gestern Montag, 11.15 Uhr, ist natürlich auch kein Helikopter zur Montage einer Solarpanel-Attrappe über der Kathedrale eingeschwebt. Nur zwei «Tagblatt»-Redaktoren warteten dort auf Personen, die die Montage miterleben wollten.

Wer von den Passantinnen und Passanten alles dazu gehörte, war auf Distanz nicht auszumachen. Schätzungsweise war es etwa ein halbes Dutzend Personen; geoutet hat sich aber niemand.

Dafür marschierte eine Delegation der Katholischen Kirchgemeinde St.Gallen und des Bistums auf. Dort war man vorher über den Bericht informiert gewesen, also nicht auf den 1.-April-Scherz her­eingefallen. Eine «Tagblatt»-Thermosflasche gab’s trotzdem für alle.

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