UNterstützend
Hilfe fürs Gewerbe und Menschen in Not: Bank verteilt 25'000 Franken an Bedürftige in der Region Rorschach

Die Raiffeisenbank Region Rorschach steigerte 2020 ihren Gewinn. Im Fokus steht bei ihr aber auch die unkomplizierte Unterstützung fürs Gewerbe. Daher kauft sie Gutscheine vom regionalen Gewerbe im Betrag von 25'000 Franken und lässt diese über das Sozialwerk der Kirche an Personen in Not verteilen .

Rudolf Hirtl
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Ernst Locher, Vorsitzender der Bankleitung

Ernst Locher, Vorsitzender der Bankleitung

Bild: PD

Eintritte ins Museum, Prozente auf Skitageskarten und Seilbahnfahrten oder ermässigte Tickets für Fussballspiele in der Super League – Raiffeisen-Mitglieder profitieren Jahr für Jahr von diversen Aktionen quer durchs Land. Dies wird künftig nicht anders ein, doch in Anbetracht der coronabedingten schwierigen Lage für Gewerbler besinnt sich der Verwaltungsrat der Bank auch seiner Verantwortung für die Region am See.

Für Verwaltungsratspräsident Beat Ulrich ist denn klar: «Es ist in dieser herausfordernden Zeit besonders wichtig, dass Gewerbe und Einwohner in der Region am See auf einen stabilen Finanzpartner zählen können. Wir setzen alles daran, den wirtschaftlichen Kreislauf gut aufrechtzuerhalten.» Dies gelinge einerseits dank unkomplizierter und kurzer Wege, andererseits unterstütze Raiffeisen verstärkt Aktivitäten und die Vernetzung in der Region.

Wie im vergangenen Jahr werde die Raiffeisenbank Region Rorschach daher Gutscheine vom regionalen Gewerbe im Betrag von 25'000 Franken verschenken. In Zusammenarbeit mit sozialen Institutionen von Thal bis Tübach leiste die Bank so einen Beitrag an Menschen, die es heute besonders nötig hätten.

Sozialdienst der Kirche koordiniert die Abgabe

Koordiniert wird die Abgabe der Gutscheine von Sandra Richter vom Sozialdienst der Katholischen Kirche der Region Rorschach. Sie ist in Kontakt mit elf gemeinnützigen Organisationen, die sich um Menschen in Not kümmern.

Beat Ulrich gibt das Präsidium ab.

Beat Ulrich gibt das Präsidium ab.

Bild: PD

Nicht nur durch diese Geste unterstützen die hiesigen Raiffeisenbanken die Gewerbetreibenden in der Region Rorschach, auch die eingangs erwähnten Aktionen werden sozusagen lokalisiert. «Speziell für unsere Region lancieren wir regionale Mitgliedervorteile aus dem einheimischen Gewerbe», sagt Ernst Locher, Vorsitzender der Bankleitung. Was ist damit gemeint? Das hiesige Gewerbe kann die Onlineplattform von Raiffeisen nutzen, um seine Produkte bei den Mitgliedern zu ­bewerben. So erhalten Raiff­eisen-Mitglieder beispielsweise Gratis­pizze bei «Fontana» und «Mare Monte» in Goldach oder profitieren von ermässigten Preisen bei Luca Fahrschule, Landi oder Gentleman’s Cigars & More, alle Goldach, sowie von Rabatten beim Blumenhof oder Coiffure Bischof, beide Rorschach, bei Coiffure Conny in Horn und im Geschäft Vergiss mein nicht in Rorschacherberg.

Beat Ulrich gibt Präsidium nach 14 Jahren ab

Die Grosszügigkeit ist nicht selbstverständlich, die Bank kann sie sich aber problemlos leisten, wie der Blick auf die Bilanz zeigt. Die Raiffeisenbank Region Rorschach konnte 2020 den Jahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent auf 1,45 Millionen Franken steigern. Die Turbulenzen rund um die Covid-19-Pandemie haben keine wesentlichen negativen Spuren hinterlassen. «Wir gehen davon aus, dass sich die Situation vor allem für die Firmenkunden, aber auch für einzelne Privatpersonen verschlechtern könnte, je länger die ausserordent­liche Situation anhalten wird», so Ernst Locher. Die zukünftigen Auswirkungen auf die Raiffeisenbank seien noch nicht abschätzbar, könnten aber je nach weiterem Verlauf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 beeinflussen.

Roman Capaul wird neuer Verwaltungsratspräsident.

Roman Capaul wird neuer Verwaltungsratspräsident.

Bild: Rudolf Hirtl

Mit Blick auf die Generalversammlung wird Beat Ulrich das Präsidium nach 14 Jahren im Verwaltungsrat in die Hände von Roman Capaul übergeben. «Strukturell haben wir die Kombination von digitalem Angebot und Kundennähe durch unsere beiden Standorte geschafft. Mit dem Zusammenschluss vor zwei Jahren haben wir zum weiteren Zusammenwachsen der Region ebenso beigetragen wie zur Stabilität der Bank für den Kunden. Und nicht zuletzt war jede einzelne GV und jeder Mitarbeiter- und Kundenkontakt ein wichtiger – auch geselliger – Schritt», sagt Ulrich auf die Frage, wie seine persönliche Bilanz ausfällt. Dieses Jahr geben die Genossenschafter die Stimmen schriftlich ab, 2022 soll die GV wieder im gewohnten Rahmen stattfinden.