Neue Tübacher Dorfplattform: Betreiberin zieht Bilanz

Theres Schöneneberger ist eines der Gesichter hinter der neuen Online-Plattform "Dorfplatz 9327". Sie ist mit dem Start des Projekts zufrieden, spricht jedoch von Hemmschwellen.

Noah Salvetti
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Theres Schönenberger betreibt mit drei weiteren Frauen den «Dorfplatz 9327». Bild: PD

Theres Schönenberger betreibt mit drei weiteren Frauen den «Dorfplatz 9327». Bild: PD

Die Tübacher Austauschplattform «Dorfplatz 9327» ist vor zwei Monaten nach über einjähriger Vorbereitung an den Start gegangen. Das Onlineportal für nachbarschaftliche Dienstleistungen verfolgt das Ziel, den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Theres Schönenberger, eine der Betreiberinnen des virtuellen Dorfplatzes, zieht eine erste Bilanz.

Theres Schönenberger, was hat den Anstoss für den Dorfplatz 9327 geliefert?

Theres Schönenberger: Der Kanton St. Gallen ist auf verschiedene Gemeinden zugegangen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung abzuklären, unter anderem, weil der Anteil der älteren Menschen an der Gesellschaft stetig wächst. Eines der Bedürfnisse der Tübacherinnen und Tübacher ist die Nachbarschaftshilfe. Wir haben uns zu viert zusammengefunden und beschlossen, eine Plattform dafür aufzugleisen.

Was sind die häufigsten Anfragen und Angebote, die bislang gestellt wurden?

Es sind vor allem Angebote für Mitfahrmöglichkeiten und die Erledigung von Garten- und Hausarbeiten eingegangen. Angefragt wurden etwa die Mithilfe bei Gartenarbeiten sowie Kleidung für eine bedürftige Familie.

Steht der virtuelle Dorfplatz auch Bürgern anderer Gemeinden offen?

Menschen, die nicht in Tübach wohnen, aber einen anderweitigen Bezug zur Gemeinde haben, sind ebenfalls willkommen, Anfragen zu stellen oder etwas anzubieten. Allerdings wollen wir den Online-Dorfplatz im kleinen Rahmen belassen. Deshalb haben wir eine Zusammenarbeit mit grösseren, ähnlichen Plattformen wie «2324.ch», abgelehnt.

Fliesst bei der Aktion Geld?

Nein, beim Dorfplatz 9327 handelt es sich um ein rein gemeinnütziges Projekt. Das Konzept setzt auf Freiwilligkeit. Alle Angebote und Anfragen sind unentgeltlich.

Sind Sie mit dem Netzwerk zufrieden?

Mit dem Anlauf der Plattform soweit schon. Wir haben jedoch festgestellt, dass die Hemmschwelle, ein Angebot anzu­nehmen oder eine Anfrage zu stellen, höher ist als jene, etwas anzubieten. Wir hoffen, dass wir uns in dem Bereich noch verbessern können, und sind gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Wir erscheinen auch zweiwöchentlich im Mitteilungsblatt «Tübach Aktuell». So können auch Bürgerinnen und Bürger ohne Internetzugang das Netzwerk nutzen.