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Starker Jahrgang: Goldach hat Mühe, Räume für Kindergärtler zu finden

Die geplante Eröffnung eines zehnten Kindergartens in Goldach lässt sich nicht umsetzten. Um der steigenden Kinderzahl gerecht werden zu können, sollen helfende Hände mit anpacken.
Rebecca Frei
In Goldach fehlen die Räume für eine 10.Kindergartenklasse. (Symbolbild: Jil Lohse)

In Goldach fehlen die Räume für eine 10.Kindergartenklasse. (Symbolbild: Jil Lohse)

In der Gemeinde Goldach wird im August ein starker Jahrgang in den Kindergarten eingeschult. Zusammen mit den Kindern des 2. Kindergartenjahrs werden 191 Kinder für das Schuljahr 2018/2019 prognostiziert. Daher sollte per August ein zusätzlicher Kindergarten Abhilfe schaffen.

Der Kanton hat als Reaktion auf die Einführung des Kindergartenobligatoriums im Jahr 2008 eine Klassengrösse von 16 bis 24 Kindern als Bandbreite festgelegt. Die gestiegenen Erwartungen an die Schule und die höhere Anzahl von Kindern mit speziellen Bedürfnissen betrifft die Kindergartenstufe am meisten, wie der «Wellenbrecher» schreibt.

Deswegen erachtet die Bildungskommission die vorgegebene Bandbreite als nicht mehr zeitgemäss. Mit den bisherigen neun Kindergärten beträgt die durchschnittliche Klassengrösse in Goldach 21 bis 22 Kinder. Ein zehnter Kindergarten hätte diese Grösse auf 19 bis 22 Kinder gesenkt. Der Gemeinderat hat diesem Antrag am Anfang dieses Jahres zugestimmt.

Die Räumlichkeit fehlt

Die Bildungskommission hat diverse Liegenschaften geprüft und Umorganisationen von bestehenden Schulräumlichkeiten durchgespielt. Dadurch wurde klar, dass sich die Eröffnung eines zehnten Kindergartens per August nicht durchführen lässt, beziehungsweise sich keine befriedigende Lösung ergeben würde.

Die Bildungskommission hat sich daher dazu entschieden, die Kindergärten im Schuljahr 2018/2019 mit helfenden Händen zu unterstützen. Teamteaching-Lektionen, bei denen zwei Lehrpersonen den Unterricht durchführen, oder in Halbklassen unterrichtet wird, werden gefördert. In Kindergärten mit ungünstigen Konstellationen werden Klassenassistenzen eingesetzt. Zusätzlich werden in den ersten drei Schulwochen des Jahres Praktikantinnen und Praktikanten der Pädagogischen Hochschule die Kindergartenlehrpersonen unterstützen.

Der Anteil an Kindern ohne Deutschkenntnisse, mit oder ohne Spracherwerbsstörung, ist laut «Wellenbrecher» sehr hoch. Die Bildungskommission will deshalb zukünftig Klassengrössen über 20 Kinder vermeiden. Die Eröffnung eines zehnten Kindergartens bleibt somit ein Anliegen der Gemeinde. «Wir halten weiterhin die Augen nach Räumlichkeiten für einen zehnten Kindergarten offen. Dabei ist vor allem die Lage entscheidend. Ein Bauprojekt wird es nicht geben», sagt Andreas Gehrig, Schulpräsident der Gemeinde Goldach. «Falls sich auch für das nächste Schuljahr keine Unterbringungsmöglichkeit finden lässt, wird weiterhin das Projekt der helfenden Hände zum Zug kommen. Dafür bräuchte es aber ein entsprechenden Budget.»

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