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«Die Bodys sind der absolute Hammer»: Zwei Ostschweizer begeistern die «Supertalent»-Jury

Zwei Akrobaten des TV Gossau nehmen an der Fernsehshow «Das Supertalent» teil – und begeistern die Jury.
Michel Burtscher
Raffael Koch (unten) und Niels Fluder während ihres grossen Auftritts im Fernsehen. (Bild: TVNOW/Stefan Gregorowius)

Raffael Koch (unten) und Niels Fluder während ihres grossen Auftritts im Fernsehen.
(Bild: TVNOW/Stefan Gregorowius)

Drei Minuten lang gaben Niels Fluder und Raffael Koch alles, während sie ihre spezielle Akrobatikshow auf der ganz grossen Bühne zeigten. Dann standen die beiden da und atmeten schwer und warteten darauf, dass die Jury ihr Urteil verkündete. Es war ein einhelliges: «Ja», «Ja» und nochmals «Ja».

Die drei Experten der RTL-Castingshow «Das Supertalent» waren begeistert von den «Handstand Brothers», dem Ostschweizer Akrobatikduo, das beim Akroteam des TV Gossau turnt. «Grosse Klasse» sei der Auftritt gewesen, meinte Dieter Bohlen. «Ihr habt mich total gefesselt», sagte Sarah Lombardi. Und Bruce Darnell fand: «Jungs, das war ganz toll. Und die Bodys sind der absolute Hammer.»

Handy vibriert ununterbrochen

Seit dieser Szene, die am Samstag am Fernsehen von Millionen von Zuschauern verfolgt wurde, aber eigentlich schon vor Wochen gedreht wurde, hören die Handys von Koch und Fluder nicht mehr auf zu vibrieren. Sie hätten in den wenigen Tagen seit der Ausstrahlung unzählige Anfragen erhalten, erzählt Koch, von potenziellen Sponsoren etwa oder für Aufritte.

Und über die sozialen Medien meldeten sich auch einige weibliche Fans, nachdem sich RTL einen Spass daraus gemacht hatte, mehrmals zu betonen, dass die beiden noch single seien. «Wir waren überrascht über die vielen Reaktionen», sagt Koch. «Wir freuen uns aber, dass unsere Akrobatikshow den Leuten gefällt.»

Früher Wettkämpfe, heute nur noch Shows

Eigentlich hatten sich die beiden Athleten aus Jux beim «Supertalent» angemeldet, wie Koch sagt: «Wir wollten einmal hinter die Kulissen einer TV-Sendung blicken.» Und, das geben sie zu, gleichzeitig auch ein bisschen Eigenwerbung machen. Denn seit einigen Jahren schon treten der 25-jährige Koch und der 17-jährige Fluder als «Handstand Brothers» auf und können etwa für Firmenanlässe oder Festivals gebucht werden. Richtige «Brothers», also Brüder, sind die beiden zwar nicht. Koch kommt aus Waldstatt, Fluder aus Maugwil. «Bei unseren Auftritten müssen wir uns aber vertrauen können wie Brüder», erklärt Koch den Namen.

Kennengelernt haben sie sich vor über zehn Jahren in einer Zirkusschule, wo Fluder an einem Workshop teilnahm und Koch als Trainer aushalf. Danach trainierten beide im Akroteam des TV Gossau, gingen sportlich dann aber getrennte Wege und verfolgten jeweils ihre eigenen Karrieren. Später fanden sie wieder zusammen und absolvierten als Duo auch Wettkämpfe.

Sieben Tage durchgeübt

Bis sie vor zwei Jahren entschieden, sich auf Showauftritte zu konzentrieren. «Wir trainierten als Duo früher fünf Stunden pro Tag, sechs Tage pro Woche», erzählt Koch. Sie hätten einander öfter gesehen als ihre Familien. «Das wurde irgendwann zu viel.» Denn die beiden haben auch noch anderes zu tun: Fluder macht zurzeit die Matura, Koch seine Ausbildung als medizinischer Masseur. Ihre Auftritte als «Handstand Brothers» absolvieren sie nur nebenbei.

Für ihren grossen Moment im Fernsehen übten sie trotzdem sieben Tage lang, von frühmorgens bis spätabends. Als sie dann in Bremen auf der Bühne standen und ihr Programm zeigten, vor Dieter Bohlen und den anderen Juroren, seien sie schon ein bisschen nervös gewesen, sagt Koch. Weniger wegen der Akrobatikshow selbst, sondern wegen der TV-Umgebung. «Auftritte sind wir uns gewöhnt, auch vor Publikum. Der Rest war neu für uns, dass wir Interviews geben mussten beispielsweise.» Gemerkt hat man von dieser Nervosität wenig, es lief bestens für das Duo.

Dem Akroteam Gossau etwas zurückgeben

Beim «Supertalent» sind die «Handstand Brothers» nun in der Auswahl fürs Finale. Ob sie es tatsächlich in die letzte Sendung schaffen, entscheidet die Jury und wird sich irgendwann in den nächsten Wochen zeigen. Eines ist für Koch und Fluder aber bereits jetzt klar: Falls sie den Hauptpreis von 100000 Euro gewinnen, wollen sie das Geld in ein eigenes Akrobatikzentrum für das Akroteam Gossau investieren. «So könnten wir unseren Förderern etwas zurückgeben», sagt Koch.

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