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Haltestelle Rank wir aufgelöst: «Der zehnjährige Kampf hat sich
leider nicht gelohnt»

Nach dem Fahrplanwechsel diesen Sonntag hält das Trogenerbähnli nicht mehr im Rank. Ganz zum Ärger der Anwohner.
Christoph Renn
Wird nicht mehr bedient: Die Haltestelle Rank am Rande des Stadtgebietes. (Bild: Beat Belser)

Wird nicht mehr bedient: Die Haltestelle Rank am Rande des Stadtgebietes.
(Bild: Beat Belser)

Am Sonntag tritt für die Bewohnerinnen und Bewohner der Gehöfte und Häuser beim Rank ein, was sie seit zehn Jahren zu verhindern versuchten: Die Haltestelle Rank am Rand des St. Galler Stadtgebietes in Richtung Speicher wird aufgehoben. «Damit sind wir vom öffentlichen Verkehrsnetz vollkommen abgeschnitten», bedauert Erica Trottmann. Sie hat rund zehn Minuten zu Fuss bis zur Haltestelle. Neu kann sie nur noch im Schwarzen Bären ins Trogenerbähnli einsteigen. Diese Haltestelle liegt aber nochmals 750 Meter weiter entfernt. «Da kann ich gerade so gut aufs Auto umsteigen», sagt sie. Aber eigentlich fahre sie lieber mit dem Bähnli in die Stadt.

Zehn Jahre lang haben die Anwohner versucht, die Verantwortlichen von der Wichtigkeit der Haltestelle Rank zu überzeugen. «Der Kampf hat sich leider nicht gelohnt, jegliche Versuche verliefen im Sand», sagt Trottmann. Bis zum Schluss hat sie gehofft, dass die Verantwortlichen ein Einsehen haben. Empathie zum Beispiel für den Dialysepatienten, der auf das Bähnli angewiesen ist, nun aber von seiner berufstätigen Ehefrau gefahren werden muss. Oder auch ein Einsehen für die Schülerinnen und Schüler, die nicht einfach aufs Auto umsteigen können.

Die Häuser verlieren an Wert

Trottmann denkt, dass den Entscheidungsträgern nicht bewusst ist, welche Auswirkungen die Aufhebung für die Anwohner hat, auch finanziell. «Einige vermieten beispielsweise Wohnungen in ihren Häusern», sagt Trottmann. Doch ohne Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz verlieren diese Wohnungen natürlich stark an Attraktivität. «Zudem vermindert sich durch die Aufhebung der Haltestelle Rank der Wert der Häuser.» Auch für Familien sei diese Region nun nicht mehr geeignet. «Es kann doch nicht sein, dass die Eltern ihre Kinder nun jeden Tag zur Schule fahren müssen», ergänzt sie.

Erschwerend komme hinzu, dass der Weg entlang der Strasse zum Schwarzen Bären in der Nacht nicht beleuchtet und somit sehr gefährlich sei. Zudem werde er im Winter nicht vom Schnee befreit. Die Enttäuschung sei deshalb riesig. «Ich glaube, dass die meisten noch gar nicht wirklich realisiert haben, dass wir ab Sonntag keine Haltestelle mehr beim Rank haben.» Ihre Hoffnung auf ein Happy End hat sich in Ohnmacht gewandelt. «Ist die Haltestelle einmal weg, bleibt sie weg», sagt Trottmann. Sie fordert von den Verantwortlichen, dass sie wenigstens eine befriedigende Lösung für die Haltestelle Schwarzer Bären finden. Denn: «Die Parkplätze gehören alle dem Restaurant.» Hier brauche es aber einen gedeckten Abstellplatz für jene, die mit Velo, Mofa oder Roller kämen, sowie einige Park+Ride-Plätze, fordert Trottmann.

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