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«Hallo, hörst du mich noch?»: Wo die Funklöcher rund um Rorschach sind

Die Stadt Rorschach ist mit Mobilfunk gut abgedeckt. Doch im Umland gibt es etliche Orte ohne Empfang. Neue Antennen werden gebaut – an teils prominenter Lage.
Sandro Büchler
Eine Mobilfunkantenne über Rorschach. Hier ist der Empfang gut. (Bild: Sandro Büchler)

Eine Mobilfunkantenne über Rorschach. Hier ist der Empfang gut. (Bild: Sandro Büchler)

«Hallo, hörst du mich noch?», doch keine Antwort. Für viele ist es ärgerlich, wenn sie beim Telefonieren unterwegs in ein Funkloch geraten. Zwar gibt es immer weniger Orte ohne Mobilfunkempfang, doch rund um Rorschach gibt es noch zahlreiche Funklöcher. «Insgesamt haben wir im Gebiet aber eine gute Abdeckung», sagt Esther Hüsler, Sprecherin der Swisscom. Ähnlich klingt es bei den anderen Mobilfunkanbietern, Salt Mobile SA und Sunrise. Auf Rückfragen, wo sich konkret Empfangslücken befinden, verweisen die Netzbetreiber auf die Gemeinden.

Das Bundesamt für Kommunikation weist auf einer online verfügbaren Karte die genauen Standorte von allen Mobilfunkantennen der Schweiz aus – nicht aber, welche Gebiete diese damit abzudecken vermögen.

Spricht man Gemeindevertreter auf die Abdeckung an, heisst es auch hier unisono: «Wir sind gut versorgt.» Nur wenige geben bereitwillig Auskunft über schlecht versorgte Stellen auf ihrem Gemeindegebiet.

Doch wo sind die Funklöcher?

Die wohl bekanntesten Funklöcher der Region befinden sich zwischen Rorschacherberg und Heiden, bei der Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden. In Wienacht-Tobel, der Landegg sowie zwischen Staad und Thal, beim Nagelstein ist der Empfang oft schlecht. Hier hat die Topografie einen Einfluss auf die Verbindungsqualität.

Für Swisscom-Kunden ärgerlich ist die Fahrt zwischen Eggersriet und dem ausserrhodischen Grub. Für sie herrscht dort Funkstille. Während Sunrise und Salt je mit einem Mast in der Nähe für Empfang sorgen, befindet sich die nächste Mobilfunkantenne der Swisscom im Kirchturm von Heiden. Trotz starker Leistung vermag diese Antenne das westlich gelegene Grub nicht abzudecken.

Der Bau von zusätzlichen Antennen hänge «von der Anzahl Kunden, die darauf zugreifen, von der Topografie sowie der jeweiligen Mobilfunktechnologie ab», sagt die Swisscom-Sprecherin.

Anders bei der Bahnfahrt zwischen Mörschwil und Goldach: Anbieter Salt schreibt, dass in Zügen ohne Repeater Verbindungsprobleme auftreten können. «Das ist vor allem in Regionalzügen der Fall.» Die Swisscom wollte das Funkloch schliessen und hatte ein Projekt in der Nähe des Bahnhofs Mörschwil aufgegleist. «Aufgrund von Einsprachen wurde dieses abgelehnt», so Esther Hüsler. Die Swisscom zog sich vom Projekt zurück.

Neue Antennen geplant

Gebaut wird hingegen in Rheineck. Markus Zünd, Leiter Werke der Gemeinde Rheineck sagt: «An der Buhofstrasse 37 wurde eine Antenne bewilligt.» Betreiber Salt will damit Verbindungen mit ausländischen Anbietern verhindern.

So hat Zünd schon oft erlebt, dass «die ausländischen Anbieter das Kommando übernehmen».

Salt weist darauf hin, dass die Emissionsgrenzwerte für Antennen in der Schweiz strenger seien als die entsprechenden Auflagen für Anbieter in der EU. «Deshalb strahlen die Antennen im Ausland auch stärker.» Ein Problem, das viele grenznahe Ortschaften wie beispielsweise Walzenhausen kennen.

Soeben fertiggestellt wurde eine neue Antenne in Goldach. Beim Freibad Seegarten, auf der gegenüberliegenden Strassenseite bei den Parkplätzen nahe der Bahnlinie, sorgt wiederum Salt für besseren Empfang.

Wie aus Baugesuchsunterlagen hervorgeht, will Salt auch am Seeufer in Staad, auf dem Dach der Stieger Software AG an der Hauptstrasse 71, eine Antenne errichten – neben dem Restaurant Weisses Rössli. «Dieses Baugesuch ist hängig», sagt Herbert Perchtold, Bauamtsleiter der Gemeinde Thal. Ohne Empfang bleibe man je nach Anbieter zudem auf dem Industrieareal Park Altenrhein, so Perchtold.

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