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Häggenschwilerin wird zum zweiten Mal innert eines Jahres von Greifvogel angegriffen

In Häggenschwil hat ein Rotmilan eine Joggerin attackiert – zum zweiten Mal. Bis die Brutzeit vorüber ist, müssen die Sportler im betroffenen Gebiet ihr Tempo etwas anpassen.
Fabian Egger
Auch in Häggenschwil hat ein Rotmilan Jogger angegriffen. (Keystone)

Auch in Häggenschwil hat ein Rotmilan Jogger angegriffen. (Keystone)

Jogger in Häggenschwil sind zum Ziel eines Greifvogels geworden. Vergangene Woche hat ein Rotmilan eine Frau angegriffen. Sie war zwischen Eggen und der Ruine Ramschwag unterwegs, als sie von hinten überrascht wurde.

Die Joggerin hatte Pech: «Bereits vor zwei Jahren hat mich an dieser Stelle ein Vogel angegriffen», sagt die Häggenschwilerin. «Damals traf er mich mit einem Flügelschlag am Kopf. Es fühlte sich an, als ob jemand ein Brett über meinen Kopf geschlagen hätte.» Sie habe noch drei Tage nach dem Angriff Kopfschmerzen gehabt.

Dieses Mal konnte sie den Rotmilan im Augenwinkel anfliegen sehen. «Ich habe mich geduckt und er verfehlte mich, liess aber nicht von mir ab.» Sie habe geschrien und einen Stein geworfen, aber erst, als sie den Weg wieder zurückrannte, stoppte der Vogel die Attacke.

Im Laufschritt wird's gefährlich

Sie teilte den Vorfall dem Gemeindepräsidenten von Häggenschwil mit, der im Gemeindeblatt einen Warnhinweis platzierte. «Seither umlaufe ich das Gebiet jeweils grosszügig», sagt die Joggerin.

Während der Brutzeit zwischen Mai und Juli kommt es ab und zu zu Angriffen von Raubvögeln auf Menschen. «Das geschieht, wenn sich jemand dem Horst nähert, in dem sich die Jungtiere aufhalten», sagt Mirko Calderara, Wildhüter der Region Fürstenland-St. Gallen-Bodensee. Der Vogel sehe sich dann gezwungen, diese zu beschützen.

Betroffen sind im Normalfall nur joggende Personen. Wer gehend unterwegs ist, gefährdet die Jungtiere in den Augen des Vogels nicht. «Bisher ist das der einzige Fall, der in diesem Jahr in meinem Wildhutkreis gemeldet wurde», sagt Calderara.

Schwere Verletzungen kommen nicht vor

Er empfiehlt Joggern, sich bei Angriffen das Gesicht und die Augen zu schützen und das Gefahrengebiet anschliessend im Schritttempo zu verlassen. Schwere Verletzungen gebe es bei solchen Vorfällen nicht. «Manchmal belässt es der Vogel auch bei einem Scheinangriff. Das Einzige, was die angegriffene Person dann spürt, sind einige Federn und ein starker Windstoss.»

Wird man aber getroffen, empfängt man einen starken Schlag am Kopf und das Tier hinterlässt Kratzer an der Kopfhaut. Dann sei eine Tetanusimpfung sinnvoll. «Beim schlimmsten Fall, von dem ich bisher gehört habe, hat sich jemand einen Finger gebrochen, als er nach einem Angriff eines Mäusebussards gestürzt ist», erinnert sich Calderara.

Diese Person habe sich danach in diesem Gebiet nur noch langsam bewegt und geriet seines Wissens nie mehr in eine ähnliche Situation.

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