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Gut in St.Gallen leben trotz Demenz

Morgen öffnet das Alterszentrum am Schäflisberg seine Türen. Anlass ist der Umbau der Wohnräume für die Bewohner mit Demenz.
Claudia Schmid
Im neuen Garten des Alterszentrums Schäflisberg können Bewohnerinnen und Bewohner spazieren. (Bild: Ralph Ribi (2. Mai 2019))

Im neuen Garten des Alterszentrums Schäflisberg können Bewohnerinnen und Bewohner spazieren. (Bild: Ralph Ribi (2. Mai 2019))

In den vergangenen Monaten hat das Alterszentrum am Schäflisberg die Wohnräume für demenzerkrankte Menschen umgebaut und für sie einen Garten neu gestaltet. «Während der Planungs- und Umbauphase hat uns stets die Frage begleitet, was es braucht, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden», sagt Christina Granwehr, Direktorin im Alters- und Pflegeheim an der Felsenstrasse. «Die Erkrankung verändert den Menschen. Deshalb müssen besondere Anliegen berücksichtigt werden, damit die Lebensqualität trotz Demenz hoch bleibt.»

Der Selbstständigkeit Raum geben

Den demenzerkrankten Menschen viel Platz geben, der nicht eingrenzt und in dem sie sich möglichst selbstständig bewegen können, lautete das Ziel des Umbauvorhabens. «Die Aufgabe war anspruchsvoll, weil die Betroffenen die Station nicht einfach verlassen können, da sie zu ihrem Schutz abgeschlossen ist. Gerade deshalb müssen die Räumlichkeiten viel Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit, gleichzeitig aber auch Sicherheit bieten», erklärt die Direktorin des Alterszentrums am Schäflisberg. Wer an Demenz erkranke, verliere oft die Fähigkeit zur direkten Kommunikation, weshalb Sinneserfahrungen umso wichtiger würden. «Auch brauchen Betroffene ein Gesicht, um sich orientieren zu können und Antworten zu erhalten.»

Rund drei Monate dauerte die Bauphase an der Felsenstrasse. Sie war für alle, die am Schäflisberg wohnen oder arbeiten, eine Herausforderung. Weil es schwierig war, während der Bauzeit extern Ersatzräume für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner zu finden, kam die Idee auf, intern Wohngemeinschaften zu bilden. «Vor dem Umzug haben wir jedes Zimmer fotografiert, damit nach dem Umbau die Möbel wieder an den gleichen Platz gestellt werden konnten», erzählt Christina Granwehr. Nach 100 Tagen Bauzeit waren die neuen Zimmer bezugsbereit, die Möbel gestellt und die Schränke eingeräumt: Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten in ihre ursprünglichen Zimmer zurückkehren.

Helle Räume, wohnliche Atmosphäre

Entstanden sind helle, gemütliche Räume, die wohnliche Atmosphäre ausstrahlen und den Blick ins Freie gewähren. Die Gruppenräume bieten Platz für Bewegung und zum gemütlichen Verweilen, die Schlafzimmer sind Rückzugsmöglichkeiten in die eigenen vier Wände.

Ein Glanzpunkt des Umbauprojektes ist zudem ein neu gestalteter Garten, den die Bewohnerinnen und Bewohner selbstständig begehen können. Er bietet einen einmaligen Blick auf die Kathedrale, Brunnengeplätscher und Gartenbänke zum Ausruhen.

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