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Gut abgeschirmter Besuch: Italiens Nationalteam gastierte im Hotel Oberwaid

Im Hotel Oberwaid in St.Gallen gastieren regelmässig internationale Fussballmannschaften. Zuletzt waren am östlichen Stadtrand die Italiener zu Besuch. Die Tifosi hatten jedoch kaum etwas davon.
Arcangelo Balsamo
Mehr als den Spielern im Mannschaftsbus zuzuwinken, lag für die Tifosi während des Aufenthalts der Italiener in St.Gallen nicht drin. (Bild: Ralph Ribi)

Mehr als den Spielern im Mannschaftsbus zuzuwinken, lag für die Tifosi während des Aufenthalts der Italiener in St.Gallen nicht drin. (Bild: Ralph Ribi)

Die italienische Fussball-Nationalmannschaft hat in der WM-Qualifikation versagt. Mit den Holländern und den Chilenen zählen sie zu den grossen Abwesenden am Turnier in Russland. Dennoch versammelten sich diese Woche zahlreiche Tifosi vor dem Hotel Oberwaid, in der Hoffnung einen Blick auf Balotelli und Co. zu erhaschen. Es blieb beim Wunsch. Die Mannschaft wurde von Sicherheitsleuten abgeschirmt, die Auffahrtsrampe zur Rezeption war abgesperrt. «Zum einen wünschen sich das die Fussballmannschaften und zum anderen wäre unsere Lobby sonst überfüllt», sagt Torsten Pinter, der Hoteldirektor der Oberwaid.

Mitarbeiter werden einen Tag davor informiert

Die Azzurri waren nicht das erste Mal zu Gast im Osten der Stadt. Bereits im vergangenen Juni gastierten sie im Kurhotel. Anlass war das WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein in Vaduz. Die genauen Gründe, warum die Italiener sich für die Oberwaid entschieden, kenne er nicht, sagt Pinter. «Vermutlich liegt es an der ruhigen Lage, an den hohen Sicherheitsstandards, der Nähe zum Autobahnanschluss und an der Diskretion, die wir unseren Gästen gewährleisten.» Pinter sagt, dass auch die Mitarbeiter jeweils nur kurzfristig erfahren würden, wenn sich eine Fussballmannschaft anmeldet. «Für gewöhnlich kommunizieren wir es erst am Tag davor.» Die Medienstelle des italienischen Fussballverbands FIGC sagt auf Anfrage, dass man die Hintergründe der Auswahl nicht kommunizieren könne.

Die Italiener sind nicht die ersten Fussballer, die am östlichen Stadtrand gastierten. «Das erste Fussballteam, das bei uns zu Gast war, war Swansea City. Auch die Nationalmannschaften Andorras, Schwedens und Israels haben bereits hier übernachtet», sagt Pinter. Vor allem beim Besuch der Israelis habe der Sicherheitsaspekt eine grosse Rolle gespielt. Von einem besonderen Mehraufwand fürs Hotelpersonal könne man jedoch nicht sprechen. «Vor allem die Kantonspolizei war damals gefordert. Ausserdem hatten die Israelis viele eigene Security-Leute dabei», sagt Pinter.

Bild: Ralph Ribi
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Italienische Fans tauchen den Kybunpark in Blauweiss

Täglich zur selben Uhrzeit eine Massage

Für gewöhnlich bleiben die Mannschaften für wenige Tage in der Oberwaid, wenn sie im Kybunpark oder in Vaduz spielen. Einzig Atalanta Bergamo blieb für zehn Tage, als sie sich im Sommer 2017 auf die bevorstehende Saison vorbereitete. Trainieren würden die Mannschaften jeweils in der Sportanlage Kellen in Tübach oder in Steinach. «Wenn die Mannschaften möchten, helfen wir beim Organisieren der Trainingsplätze. Aber für gewöhnlich regeln die Mannschaften das alleine», sagt Pinter.

Ausgefallene Extrawünsche hätten die Mannschaften jeweils nicht. «Einmal wollte ein Spieler täglich zur selben Uhrzeit eine Massage. Aber, das wollen andere Gäste auch. Deshalb kann man auch nicht von einem Extrawunsch sprechen», sagt Pinter.

Der Umgang mit den Spielern sei ohnehin entspannt und unkompliziert. Selbst der schwedische Superstar Zlatan Ibrahimović, dem nicht selten Arroganz nachgesagt wird, ist laut Pinter «äusserst nett und menschlich». Das gleiche gelte auch für den italienischen Rekordnationalspieler Gianluigi Buffon. «Erfahrungsgemäss gilt: Je grösser der Star, desto leichter der Umgang», sagt Pinter.

Lange Tradition im Westen der Stadt

Bereits lange bevor das neue Stadion des FC St.Gallen im Westen der Stadt gebaut wurde, war die Gegend keine fussballfreie Zone. Zum einen liegt das am Gründenmoos, zum anderen am Hotel Säntispark in Abtwil. Dieses eröffnete 1987 und zählte bereits kurz darauf die ersten internationalen Fussballmannschaften zu seinen Gästen. Die Liste sei entsprechend lang, sagt Erna Fehr, Leiterin Empfang und stellvertretende Direktorin. «Unter den Gästen befanden sich Vereine wie Lazio Rom, der 1. FC Kaiserslautern, Bayer 04 Leverkusen, Juventus Turin und der FC Liverpool, um nur einige zu nennen», sagt Fehr. Neben den Clubs seien auch regelmässig Nationalmannschaften zu Gast gewesen. Dazu gehörten die Brasilianer, die Spanier, die Engländer, die Deutschen und die Schweizer. Auch diese Liste könnte jedoch noch erweitert werden, sagt Fehr.

Es gebe zwei Arten von Besuchen, sagt Fehr. «Einige Mannschaften übernachten bei uns, wenn sie ein Freundschaftsspiel im Kybunpark bestreiten. Andere bereiten sich auf die bevorstehende Saison vor.» Die Leverkusener seien für die Saisonvorbereitung mehr als zehn Jahre lang im Hotel zu Gast gewesen. «Der grosse Vorteil ist, dass die Mannschaften zu Fuss das Trainingsgelände erreichen. Sei dies das Gründenmoos oder die Sportanlage Spiserwies», sagt Fehr. Einen längeren Aufenthalt verbrachte auch die rumänische Fussball-Nationalmannschaft im Westen der Stadt. Das Team übernachtete während der Europameisterschaft vor zehn Jahren im Hotel und trainiertet im damals gerade erst fertig gebauten Heimstadion des FC St.Gallen.

Vor der grössten Herausforderung stand das Hotelpersonal im Sommer vor drei Jahren. «Die Fans von Juventus Turin belagerten das Hotel regelrecht», sagt Fehr. Aufenthalte solcher Spitzenteams müssten deshalb jeweils sehr gut organisiert werden. «Auch wenn viele ihre eigenen Sicherheitsleute mitbringen», sagt Fehr. Funktionäre, Masseure, Physiotherapeuten, Trainerteam, Koch und Spieler mitgerechnet, handelt es sich laut Fehr jeweils um 60 bis 65 Gäste, wenn sich eine Mannschaft einquartiert.

In den 30 Jahren sei es auch einmal dazu gekommen, dass ein Team das Hotel exklusiv für sich beanspruchte. «Als die Engländer zu Gast waren, stand ihnen unsere gesamte Belegschaft zur Verfügung», sagt Fehr. (arc)

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