Neuer Guckkasten ermöglicht tiefen Blick in Bernhardzeller Sodbrunnen

Es war ein unverhoffter Fund auf dem Bernhardzeller Kirchplatz. Nun erlaubt ein Guckkasten, einen Blick in den alten Sodbrunnen zu werfen, der vergangenes Jahr bei Bauarbeiten zum Vorschein gekommen ist.

Fabian Egger
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Der Sodbrunnen in Bernhardzell, der im Sommer 2017 entdeckt wurde, wird durch einen Guckkasten sichtbar gemacht. Bild:PD

Der Sodbrunnen in Bernhardzell, der im Sommer 2017 entdeckt wurde, wird durch einen Guckkasten sichtbar gemacht. Bild:PD

Ein Knopfdruck reicht und schon sieht man sieben Meter in die Tiefe. Seit kurzem macht ein Guckkasten auf dem Kirchplatz in Bernhardzell den Sodbrunnen sichtbar. Der Brunnen wurde im vergangenen Sommer bei den Bauarbeiten zur Neugestaltung des Kirchenvorplatzes entdeckt, nachdem er zuvor wohl Jahrhunderte lang zugedeckt geblieben ist. Genaue Überlieferungen fehlen, aber man geht davon aus, dass der Sodbrunnen spätestens seit dem Bau der heutigen Pfarrkirche, zwischen 1776 und 1778, nicht mehr zum Vorschein kam.

Der Guckkasten hätte bereits im vergangenen November installiert werden sollen, doch das Vorhaben zögerte sich aufgrund von baulichen Massnahmen auf dem Kirchenvorplatz immer wieder hinaus. Nachdem man den Kasten im Frühling aufgestellt hatte, kam das Problem zum Vorschein, dass sich die Plexiglasscheibe, durch die man auf den Sodbrunnen blickt, immer wieder beschlägt. Nun ersetzte man diese durch ein Mehrschichtglas, womit das Projekt endgültig fertiggestellt wurde. Durch einen Knopf lässt sich der Brunnen beleuchten und ermöglicht so die Sicht bis an den Grundwasserspiegel. Nachdem auch die letzten Arbeiten am Kirchenvorplatz abgeschlossen sind, will der Gemeinderat ein Einweihungsfest für die ganze Bevölkerung veranstalten.