Frösche feiern Hochzeit im Teich

Viele Frösche haben sich Anfang Woche im Sonnenschein gepaart und ihren Laich abgelegt. Werden sie den plötzlichen Wintereinbruch überleben?

Melissa Müller
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Ein Grasfroschweibchen legt gegen 2000 Eier. Ein Teil des Laichs wird aber von Enten und Libellenlarven gefressen.

Ein Grasfroschweibchen legt gegen 2000 Eier. Ein Teil des Laichs wird aber von Enten und Libellenlarven gefressen.

Leserbild: Ingrid Zürcher

Grasfrösche paaren sich im Abtwiler Müliweier und legen im seichten Wasser ihren Laich ab. Ein Gruppe liebestoller Tiere rottet sich zu einer Kugel zusammen. «Das passiert, wenn es zu viele Männchen hat, die sich alle an ein Weibchen klammern», sagt Amphibienexperte Jonas Barandun. Dabei könne das Weibchen ersticken.

Am Montag feierten die Frösche ihre Hochzeit noch bei prächtigem frühlingshaften Sonnenschein. Inzwischen hat es jedoch geschneit. Wie kommen die Frösche mit dem Wintereinbruch zurecht? Der Biologe gibt Entwarnung:

«Sie verkriechen sich einfach tiefer im Wasser.»

Auch der Laich sinke ab. Die Eier über der Wasseroberfläche sterben ab, sobald sich eine Eisschicht bildet. Da es in den vergangenen Wochen mild war und öfters geregnet hat, wanderten viele Frösche und Kröten schon zu ihren Laichplätzen in ihren Geburtsgewässern. «Die Massenwanderung ist aber noch ausgeblieben», sagt Amphibienexperte Jonas Barandun. Er rechnet in den nächsten zwei Wochen damit. Die Tierschützer sind parat: Sie haben in der ganzen Region St.Gallen Schutzzäune aufgestellt, damit die Tiere auf ihrer gefährlichen Hochzeitsreise nicht von Autos platt gewälzt werden. 

«Tagblatt»-Leserin Ingrid Zürcher gelang dieses Froschporträt in Abtwil beim Auffangbecken des Fussballplatzes.

«Tagblatt»-Leserin Ingrid Zürcher gelang dieses Froschporträt in Abtwil beim Auffangbecken des Fussballplatzes. 

Ingrid Zürcher
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