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Grünes Licht für Sanierung: Der Arneggerbach wird offengelegt

Jahrelang war das Projekt blockiert, nun kann der Arneggerbach verlegt werden. Eine Beschwerde gegen die Enteignung, die für die Umleitung nötig war, wurde zurückgezogen.
Adrian Lemmenmeier
Der Arneggerbach, hier auf der Westseite der Bahngleise, soll bald auch auf der Ostseite offen fliessen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Arneggerbach, hier auf der Westseite der Bahngleise, soll bald auch auf der Ostseite offen fliessen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Arneggerbach ist kein reissender Strom. Doch bei starken Regenfällen tritt er über die Ufer. Die letzte heftige Überschwemmung ereignete sich 2001. Seither wurden immer mal wieder Keller ausgepumpt oder Sandsäcke verlegt. Damit soll bald Schluss sein. Denn der von langer Hand geplanten teilweisen Offenlegung und Umleitung des Arneggerbaches steht nun nichts mehr im Wege. Die Beschwerde gegen den Enteignungsentscheid vom vergangenen Mai wurde zurückgezogen. Und das kantonale Baudepartement hat den Sondernutzungsplan für die teilweise Öffnung und Verlegung des Baches im Dezember genehmigt.

«Ich bin sehr erfreut, vor allem für die Arnegger Bevölkerung», sagt Gaby Krapf, Vorsteherin des Departements Bau, Umwelt und Verkehr. Erfreut, dass das rechtliche Hin und Her ein Ende habe.

Entschädigung für Enteignung geklärt

Erste Pläne für die Offenlegung des Arneggerbaches entstanden bereits in den 1990er Jahren. 2007 sprach das Parlament einen Kredit von 6,6 Millionen Franken. Anschliessend wurde das Projekt aufgelegt, Einsprachen verzögerten aber den Baubeginn. Weil sich die Stadt mit einem Grundeigentümer nicht einigen konnte, stellte sie im Herbst 2017 beim Kanton ein Begehren um Enteignung. Diese befand die kantonale Schätzungskommission im Mai des vergangenen Jahres für rechtens. Der Eigentümer zog den Entscheid allerdings ans kantonale Verwaltungsgericht weiter.

Mittlerweile hat er die Beschwerde zurückgezogen. «Wir haben beharrlich und mit Nachdruck an unserem Standpunkt festgehalten», sagt Krapf. Schliesslich habe sich der Eigentümer, der die Beschwerde verfasst hatte, mit dem Vorschlag abgefunden. Damit sind die von der Schätzungskommission festgelegten Entschädigungen rechtskräftig.

Gesetzesgrundlage hat sich geändert

Das Gossauer Tiefbauamt wird das Sanierungsprojekt nun überarbeiten. Da die Pläne über 20 Jahre alt sind und der Bund die Vorgaben für Bachausgaben unterdessen geändert hat, stehen einige Anpassungen an. Hans-Peter Roters, Leiter des Tiefbauamtes, stellt klar: «Am Projekt selber ändert sich nichts.» Dieses sei rechtskräftig und werde planmässig durchgeführt. Allerdings seien einige zusätzliche Abklärungen nötig, so braucht es Risikopläne für ausserordentliche Ereignisse. Auch in Bezug auf die Subventionsvergabe müsse man einige neue Vorgaben erfüllen.

Baustart auf Ende des Jahres geplant

Roters geht davon aus, dass der Ausbau des Arneggerbaches Ende dieses Jahres beginnen kann. Dabei wird der Lauf umgelegt. Neu wird der Bach zwischen der Bettenstrasse und den Bahngleisen durchs Quartier fliessen. Der Abschnitt westlich der Bahnlinie ist bereits ausgebaut.

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