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Grünes Licht für grünere VBSG

Das städtische Stimmvolk hat den 37,5-Millionen-Kredit für den Kauf neuer Busse und für die Elektrifizierung weiterer Teile des VBSG-Netzes deutlich angenommen. Die Batterie-Trolleybusse kommen ab Ende 2020 zum Einsatz.
David Gadze
Möglicherweise fährt ein solcher Batterie-Trolleybus in zwei Jahren auf den Strassen der Stadt St.Gallen: Die VBSG haben Anfang Jahr einen "Swisstrolley plus" der Verkehrsbetriebe Zürich getestet. In den kommenden Wochen schreiben sie die Beschaffung der Busse aus. (Bild: Hanspeter Schiess/6. Februar 2018)

Möglicherweise fährt ein solcher Batterie-Trolleybus in zwei Jahren auf den Strassen der Stadt St.Gallen: Die VBSG haben Anfang Jahr einen "Swisstrolley plus" der Verkehrsbetriebe Zürich getestet. In den kommenden Wochen schreiben sie die Beschaffung der Busse aus. (Bild: Hanspeter Schiess/6. Februar 2018)

Die Verkehrsbetriebe St.Gallen haben grünes Licht für den Aufbruch in eine grünere Zukunft erhalten. Sie können neue Batterie-Trolleybusse kaufen und weitere Teile ihres Netzes elektrifizieren. Die städtischen Stimmberechtigten haben mit einen überaus deutlichen Resultat von knapp 81 Prozent den 37,5-Millionen-Kredit für die Flottenerneuerung und die Infrastrukturausbauten angenommen. 17612 sagten Ja zur Vorlage, 4152 stimmten dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei über 50 Prozent.

Ein Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr

Stadtrat Peter Jans zeigte sich gestern zufrieden mit dem «wunderbaren Resultat». Er interpretierte das Abstimmungsergebnis als Bekenntnis der Bevölkerung zum öffentlichen Verkehr und zum städtischen Energiekonzept.

«Gleichzeitig fasst der Stadtrat dieses deutliche Resultat als Auftrag auf, auch bei künftigen Beschaffungen von Bussen die Strategie der Elektrifizierung des VBSG-Netzes weiterzuverfolgen.»

Durch die nun beschlossene Elektrifizierung weiterer Streckenabschnitte sinke der Dieselverbrauch der VBSG um rund eine Million Liter pro Jahr. Das sei zum einen gut für das Klima, zum anderen für die Lebensqualität in der Stadt St.Gallen und in der Region.

Die Batterie-Trolleybusse kommen ab Ende 2020 auf den neuen beziehungsweise neu verknüpften Linien vom Heiligkreuz nach Abtwil, von Wittenbach zum Säntispark und von St.Georgen via Marktplatz und Bachstrasse ins Heiligkreuz zum Einsatz. Diese werden mit dem Fahrplanwechsel in zwei Wochen in Betrieb genommen und vorerst mit Dieselbussen befahren.

Nächster Schritt in fünf Jahren

In den kommenden Wochen erfolgt die Ausschreibung für die Batterie-Trolleybusse sowie die Fertigstellung des Plangenehmigungsverfahrens beim Bundesamt für Verkehr. Die VBSG kaufen insgesamt 17 solcher Fahrzeuge, elf Doppelgelenk- und sechs normale Gelenktrolleybusse. Sie sind mit Akkus ausgestattet, die sich während der Fahrt an Oberleitungen aufladen. Den letzten Teil der Strecke können sie dann ohne Leitungen absolvieren. An der Bogen-, der Burg- und der Fürstenlandstrasse, von der Teufener Strasse bis zum Mühleggweier sowie vom Heiligkreuz bis zur Kantonalbank in Wittenbach braucht es deshalb neue Fahrleitungen. Die Elektrifizierung dieser Strecken erfolgt Jans 2020.

In etwa fünf Jahren soll ein weiterer Teil der Dieselbusse aus der VBSG-Flotte ersetzt werden. Diese Zeit könne entscheidend sein, um den richtigen Antriebstyp zu finden, sagte Jans. Denn die Batterietechnologie entwickle sich immer schneller. Deshalb sei derzeit noch völlig offen, ob es dann auf weiteren Abschnitten des Streckennetzes – insbesondere auf den neu verknüpften Linien vom Neudorf zum Hinterberg beziehungsweise zum Wendeplatz Stocken – zusätzliche Oberleitungen für Batterie-Trolleybusse brauche oder ob Busse zum Einsatz kommen, deren Akkus ganz ohne Nachladen an Fahrleitungen reichen – oder ob eine andere Technik zum Einsatz komme. Klar ist nur, dass die Stadt und die VBSG noch grüner werden wollen. Einen erneuten Kauf von Dieselbussen hält Jans jedenfalls für ausgeschlossen.

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