Grüne wollen eine eigene Fraktion im St.Galler Kantonsrat bilden: Zwei zusätzliche Sitze im Visier

Die Grünen von Stadt und Region St.Gallen haben ebenfalls 13 Kandidatinnen und 14 Kandidaten für die Kantonsratswahlen vom 8. März 2020 nominiert. Das Ziel ist klar: Zwei zusätzliche Sitze sollen den Grünen zu Fraktionsstärke verhelfen.

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Gruppenbild mit grünen Kantonsratskandidatinnen und Kantonsratskandidaten aus dem Wahlkreis St.Gallen-Gossau. (Bild: PD)

Gruppenbild mit grünen Kantonsratskandidatinnen und Kantonsratskandidaten aus dem Wahlkreis St.Gallen-Gossau. (Bild: PD)

Die Stadt St.Gallen gehört zu den Hochburgen der Grünen im Kanton. Entsprechend wichtig fürs Gesamtresultat ist das Abschneiden der Partei bei den Kantonsratswahlen im Wahlkreis St.Gallen-Gossau. Und da ist für den 8. März 2020 ein gewisser Optimismus bei Exponentinnen und Exponenten der Grünen durchaus am Platz.

Bei den Nationalratswahlen vom 20. Oktober konnten die Partei nämlich ihren Stimmanteil in der Stadt St.Gallen um 8,3 auf 17,5 Prozent fast verdoppeln. Hält der ganz klar vom Klimathema befeuerte Trend auch nur einigermassen bis nächsten Frühling an, dürfen die Grünen in der Stadt St.Gallen mit Sitzgewinnen im Kantonsrat rechnen. Bisher verfügen sie hier über zwei Mandate.

Geplant ist eine Haupt- und eine junge Liste

Die Grünen von Stadt und Region haben auch schon nominiert: Ihre Liste umfasst 13 Frauen und 14 Männer, wobei die Parteileitung die Kompetenz erhalten hat, die zwei fehlenden Namen für eine volle 29er-Liste allenfalls noch nachzunominieren. Neben der Hauptliste soll es im Wahlkreis St.Gallen-Gossau eine Liste der Jungen Grünen geben; die Vorbereitungen dafür sind am Laufen. Die Nomination erfolgt später.

Die 13 Frauen und 14 Männer auf der grünen Hauptliste repräsentierten ein umfassendes Spektrum an Generationen, Berufsfeldern, sozialer und kultureller Herkunft, heisst es in einer Mitteilung der Partei zur Nominationsversammlung. Die Kandidatinnen und Kandidaten verfügten zudem über Erfahrung in den verschiedenen Feldern des politischen und gesellschaftlichen Engagements.

Hauptthemen sind Klimapolitik und Gleichstellung

Die Grünen geben sich in ihrer Mitteilung optimistisch: Sie gehen davon aus, dass das Bedürfnis «nach einer robusten Vertretung sozialer und ökologischer Anliegen», das bei den Nationalratswahlen zum Tragen kam, auch auf kantonaler Ebene vorhandfen ist. Die Grünen streben daher als Wahlziel eine eigene Fraktion im Kantonsrat an. Dafür bräuchte es zu den fünf bisherigen zwei weitere Sitze.

Im Kantonsparlament soll diese grüne Fraktion zusammen mit gleichgesinnten Kräften «dringend nötigen Reformen besonders im klimapolitischen Bereich zum Durchbruch verhelfen». Mit der annähernd gleich starken Vertretung von Frauen und Männern auf der Liste wollen die Grünen gemäss Mitteilung ihr stetiges Engagement zur Stärkung der Beteiligung der Frauen am politischen Prozess fortsetzen.