Grüne statt graue Gärten in Muolen

Die Gemeinde Muolen beklagt zu viele Steingärten. Die Gärten sollen wieder
farbig blühen. Dafür hat die Gemeinde ein Projekt gestaltet und eine Broschüre verteilt.

Jessy Nzuki
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Die Gärten in Muolen sollen wieder mehr farbig blühen. (Bild: PD)

Die Gärten in Muolen sollen wieder mehr farbig blühen. (Bild: PD)

«Es gibt immer mehr Gärten, die Steinwüsten gleichen», sagt Gemeindepräsident Bernhard Keller. Zu diesen Steingärten möchte die Gemeinde Muolen Alternativen aufzeigen, schreibt sie im Mitteilungsblatt. Die Natur- und Landschaftskommission hat mit den örtlichen Gartenbaubetrieben ein Projekt entwickelt. «Wir haben uns viel Zeit genommen und uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt», sagt Keller. Das Resultat ist die Broschüre «Eine Idee wächst», die an die Muoler Haushalte verschickt wurde. Das Heft informiert über verschiedene Möglichkeiten für den Garten und gibt Beispiele, so etwa zu Blumenwiesen oder verschieden grossen Bäumen. «Die Broschüre soll als Hilfestellung dienen», sagt der Gemeindepräsident.

Aus ökologischer Sicht seien Steingärten nicht wünschenswert, heisst es im Mitteilungsblatt. «Ein Salamander wärmt sich vielleicht auf den Steinen in der Sonne, doch mit Pflanzen entsteht eine ganz andere Flora und Fauna», sagt Keller. Ein Beet aus Blumen und Kräutern locke Käfer und Bienen an. Damit geschehe eine ökologische Aufwertung.

Schulareale mit mehr Pflanzenbeeten

Die Gemeinde will mit gutem Beispiel vorangehen. «Auch wir haben in der Vergangenheit Sündenfälle gehabt und Steinbeete eingerichtet», sagt Keller. Nun will die Gemeinde die öffentlichen Rabatten ökologisch wertvoller gestalten.Bei den Schularealen will sie ebenso weg von Steinen und die Umgebung durch Pflanzen aufwerten. Die Umgestaltung geschieht in zwei Etappen und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Beim Mehrzwecksaal, der sich in Bau befindet, soll noch dieses Jahr eine Blumenwiese angelegt werden. (jen)