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Grün statt grau beim Schulhofbau: Wie naturnah sind Rorschachs Schulen?

Der WWF wünscht sich naturnahe Vorplätze bei Schulen. Die Verantwortlichen auch. Nur: Gehandelt wird wenig.
Sheila Eggmann
Die PH Mariaberg ist Musterschülerin im Bereich Artenvielfalt. In ihrem Park befinden sich diverse Pflanzenarten. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Die PH Mariaberg ist Musterschülerin im Bereich Artenvielfalt. In ihrem Park befinden sich diverse Pflanzenarten. (Bild: Anne-Sophie Walt)

Unsere Schulhöfe sollen grüner und diverser werden. Das verlangt zumindest die Umweltschutzorganisation WWF in einem Schreiben. «Eine naturnahe und kindergerechte Schulhausumgebung zu gestalten, ist nicht widersprüchlich, sondern eine hervorragende Ergänzung zueinander», steht dort. Als Ziel nennt der WWF abwechslungsreich gestaltete Plätze mit diversen Unterlagen, Mauern, Steinen, Wasser, Holz und Pflanzen. Dies sei nicht nur für die Artenvielfalt gut, sondern auch spannend für die Kinder.

Andreas Gehrig, Schulpräsident in Goldach, stimmt mit dem Anliegen des WWF überein. Er sieht in seiner Schulgemeinde aber keinen dringenden Handlungsbedarf: «Ich bin der Meinung, dass wir in diesem Bereich bereits gut unterwegs sind». Doch wenn der Ersatz einer Aussenspielanlage anstehe, wie beim Schulhaus Wartegg im Jahr 2020/21, dann würden bei Bedarf auch die Umgebungsflächen neu gestaltet werden. Dabei gehe es aber nicht nur um die Umwelt, sondern auch um Vorgaben und wohl auch um Geld:

«Den vielen verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist nicht immer leicht».

«Es gibt noch grosses Potenzial»

In Rorschach sieht die Situation ähnlich aus. Stadtrat und Schulpräsident Guido Etterlin findet eine naturgerechte Schulhausumgebung sinnvoll: «Ich bin der tiefen Überzeugung, dass eine artenreiche Grünfläche für den Schulbetrieb wertvoll ist.» Dies vor allem in städtischen Regionen, also auch in Rorschach.

«Bei uns gibt es noch ein grosses Potenzial.»

Es seien zurzeit trotzdem keine konkreten Projekte geplant. Denn eine ökologische Aufwertung sei zwar ein Wunsch vom Schulrat und den Lehrpersonen. Aber es gehe dann doch nicht so schnell. «Man kann nicht einfach wild ein paar Bäume und Büsche pflanzen, es braucht ein Konzept.» Man müsse zudem an den Unterhalt denken.

Grosser Park mit Laub- und Nadelbäumen

Musterschülerin im Bereich Artenvielfalt ist die Pädagogische Hochschule St. Gallen in Rorschach. Es gibt auf ihrem Schulareal Mariaberg einen grossen Park mit verschiedenen Laub- und Nadelbäumen. Ausserdem Sportflächen, Magerwiesen, Hecken, Totholz- und Steinhaufen und sogar ein angrenzendes Biotop. Im vergangenen Jahr wurde zudem, zusammen mit den Studierenden, eine Sandsteinmauer gebaut. «Diese kann auch als Idee für andere Schulen dienen», sagt der Hausdienstleiter Stefan Brüllmann. Er kümmert sich unter anderem um die Parkanlage und sagt:

«Sie ist ein wichtiger Rückzugsort für die Studierenden und trägt zum Wohlbefinden bei.»

Dieser Aussage würde wohl auch der WWF zustimmen. «Eine naturnahe Schulhausumgebung begünstigt den Stressabbau, führt zu einer emotionalen Harmonisierung und regeneriert die Aufmerksamkeitsfunktionen», zitiert die Organisation einen Experten mit dem Fachgebiet Nervenkrankheiten bei Kindern.

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