Gregor Brändli räumt mit Clip zu Rorschacher Band Panda Lux ab

Der Filmemacher Gregor Brändli gewinnt 1000 Franken für sein Musikvideo zum Panda-Lux-Song «Bar Franca». «Das Preisgeld schenke ich der Band», sagt er. 

Noah Salvetti
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Mit dem Musikvideo zum Song «Bar Franca» der Rorschacher Band Panda Lux belegte der Filmemacher Gregor Brändli den ersten Platz im diesjährigen Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb. Der ausgebildete Fotograf, der unter anderem bereits Marken wie Adidas zu seinen Kunden zählte, erklärt, was es braucht, um ein gutes Musikvideo zu produzieren und was er mit dem Preisgeld anstellt.

Gregor Brändli hat das beste Musikvideo der Ostschweiz produziert. (Bild: PD)

Gregor Brändli hat das beste Musikvideo der Ostschweiz produziert. (Bild: PD)

Gregor Brändli, wovon handelt das Musikvideo zu «Bar Franca»?

Gregor Brändli: Der Song und der Clip erzählen nicht ein und dieselbe Geschichte – ein Umstand, der mir gefällt. Während es im Lied um eine bestimmte Bar und ihre Eigenheiten geht, habe ich im Video die Furry-Bewegung aufgegriffen. Hierbei handelt es sich um eine Szene, in der sich Menschen aufwendig als Tierwesen verkleiden und sich zusammenfinden, um so dem Alltag zu entfliehen. Bei den Verkleidungen kann es sich beispielsweise um tierische Figuren aus Filmen handeln. Die Szene ist durchaus ernst gemeint und wird von den Mitgliedern mit viel Passion ausgelebt. Ich fand diese Thematik interessant und wollte sie mit der Geschichte dieser einzigartigen Bar zu einem Video verweben.

Wie lange dauert die Produktion eines solchen Musikvideos?

Das ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Wenn man eine konkrete Idee hat, geht es natürlich schneller. Grössere Produktionen nehmen oft zwei Wochen alleine für den Schnitt in Anspruch. Bei «Bar Franca» ging die gesamte Produktion etwa zwei Wochen. Von der ersten Idee bis zum fertigen Clip ist man jedoch oft bis zu einen Monat lang beschäftigt.

Haben Sie vor «Bar Franca» bereits einmal mit Panda Lux zusammengearbeitet?

Das war das erste Mal. Allerdings haben wir danach noch den Clip zum Song «Beuteltier» zusammen realisiert.

Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb

Seit 2010 geht jährlich der Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb über die Bühne. Filmemacher aus allen Ostschweizer Kantonen im Alter von 13 bis 30 Jahren können daran teilnehmen. Die Bedingung: Der Kurzfilm darf eine Spielzeit von maximal fünf Minuten aufweisen. Eine vierköpfige Jury ermittelt in jeder der drei Kategorien «unter 20 Jahre», «über 20 Jahre» und «Musik-Clips» einen Gewinner. Insgesamt werden Geldpreise im Wert von 9000 Franken vergeben. (nos)

War das Siegerprojekt Ihr erstes Musikvideo?

Nein, davor habe ich beispielsweise das Video zu «Heart Keeps Dancing» von James Gruntz produziert.

Silvan Kuntz nimmt den Preis fürs Musikvideo entgegen. (Bild: PD)

Silvan Kuntz nimmt den Preis fürs Musikvideo entgegen. (Bild: PD) 

Welche Herausforderungen stellen sich beim Dreh eines Musikclips?

Das Drehen eines Musikvideos ist vor allem eine Frage des richtigen Timings. So muss jede Kamerafahrt sitzen, damit ein Video gelingt. Bei «Bar Franca» kam in der Nachbearbeitung eine Farbkorrektur dazu. Die grösste Herausforderung war allerdings, die ganzen Stofftiere zu organisieren.

Woher haben Sie die?

Die Herstellerin Nici hat uns beliebig viele Plüschtiere auswählen lassen. Diese haben wir ausgeliehen und nach dem Dreh wieder zurückgegeben.
Wofür werden Sie die gewonnen 1000 Franken einsetzen?
Das Geld schenke ich den Jungs von Panda Lux, damit sie auch in Zukunft gute Musik produzieren können.

Filmpreis für Rorschacherbergerin

rorschacherberg. Den Film «Miramare» der in Rorschacherberg aufgewachsenen Künstlerin Michaela Müller kürte die Jury am Festival des kroatischen Animationsfilms in Zagreb zum besten Studentenfilm. ostschweiz 31