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Gratis Bergfahrten im Toggenburg: Stadt St.Gallen macht Angestellten ein umstrittenes Geschenk

Geschenke seien zwar nett, findet Stadtparlamentarier Thomas Meyer (CVP).
Fragwürdig sei aber, dass Mitarbeiter der Verwaltung Tickets der Bergbahnen Wildhaus bekämen.
Seraina Hess
Mitarbeiter der städtischen Verwaltung haben Tickets für die Bergbahnen Wildhaus als Präsent erhalten. Und das, obwohl sich das Unternehmen im Streit mit der Toggenburg Bergbahnen AG befindet. (Bild: Ralph Ribi)

Mitarbeiter der städtischen Verwaltung haben Tickets für die Bergbahnen Wildhaus als Präsent erhalten. Und das, obwohl sich das Unternehmen im Streit mit der Toggenburg Bergbahnen AG befindet. (Bild: Ralph Ribi)

Als Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit erhielten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung ein kleines Präsent. Im Juni schenkte ihnen die Stadt je zwei Fahrkarten für die Bergbahnen Wildhaus AG. Dies sei eigentlich eine schöne Geste, findet Thomas Meyer. Etwas irritiert ist der CVP-Stadtparlamentarier aber, weil die Wahl auf exakt diesen Tourismusbetrieb gefallen ist. Deshalb reichte er eine Einfache Anfrage ein.

Auslöser des Vorstosses ist ein Streit von politischer Brisanz, der südlicher im Kanton zwischen der Bergbahnen Wildhaus AG und der Toggenburg Bergbahnen AG tobt. Dabei geht es im Wesentlichen um den Verteilschlüssel der Einnahmen aus gemeinsamen Skipässen. Die beiden Unternehmen verfolgen als Nachbarn und Konkurrenten unterschiedliche Strategien.

Das gemeinsame Winterticket für die verbundenen Skigebiete Wildhaus und Iltios-Chäserrugg läuft im Sommer 2019 aus. Vermittlungsversuche des Kantons sind bereits gescheitert, selbst das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat sich aus dem Streit zurückgezogen. Hinzu kommt eine dritte Front: Der Kanton, der ein Investitionsdarlehen von fünf Millionen Franken für die Wildhauser Bergbahnen blockiert. Der Bau des neuen 6er-Liftes wurde bereits auf den Frühling 2019 verschoben.

Aufgrund der geschilderten Situation bringt CVP-Mann Thomas Meyer Zweifel am Geschenk an und bittet den Stadtrat um die Beantwortung mehrerer Fragen.

Weshalb keine regionale Unternehmen?

Etwa, wie der Rat die politische Brisanz der Situation beurteile und warum die Bergbahnen Wildhaus AG für das Mitarbeiter-Geschenk ausgewählt wurde. Meyer stellt zudem die Frage, ob auch die Toggenburg Bergbahnen AG in Unterwasser angefragt wurde, oder ob es sich um eine PR-Aktion handle, die vom Wildhauser Bergbahnunternehmen ausgegangen ist. Falls dies zutrifft, will Meyer wissen, ob das Unternehmen weitere Gemeinden angefragt hat. Sollte die Aktion von der Stadt ausgegangen sein, stelle sich die Frage, weshalb keine touristische Unternehmen aus der Region berücksichtigt wurden.

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