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Trotz Blasers Rücktritt bleibt der FDP noch eine Bisherige im Gossauer Stadtrat

Die Gossauer Parteien suchen die Nachfolge für Urs Blaser gemeinsam. Gaby Krapf hat ihren Abschied aus der Politik nochmals verschoben.
Johannes Wey
Gaby Krapf-Gubser fühlt sich auf dem Stadtratspodest weiterhin wohl, Parteifreund Urs Blaser geht in Pension. Bild: Urs Bucher (12. Januar 2016)

Gaby Krapf-Gubser fühlt sich auf dem Stadtratspodest weiterhin wohl, Parteifreund Urs Blaser geht in Pension. Bild: Urs Bucher (12. Januar 2016)

Einen Departementswechsel schliesse sie aus, sagte Gaby Krapf-Gubser, damals Stadträtin für Versorgung und Sicherheit, 2017 in einem Interview mit dem «Tagblatt». Die Rochade wäre nicht sinnvoll, schliesslich sei es ihre letzte Amtsdauer.

In der Zwischenzeit ist aus Gaby Krapf die Vorsteherin Bau, Umwelt und Verkehr geworden. Schulpräsident Urs Blaser, ihr Parteifreund im Stadtrat, geht Ende 2020 in Pension. Krapf hat es sich hingegen anders überlegt: «Ich trete bei den Gesamterneuerungswahlen an.»

Die ersten Sportanlagen fertig aufgleisen

Ihr ursprünglicher Plan habe sich geändert, als sie nach dem überraschenden Rücktritt von Stefan Lenherr (CVP) im April 2017 dessen Baudepartement übernommen habe. «Ich habe dort eine neue Herausforderung gefunden», sagt die 62-Jährige. Nachdem sie sich «von null auf» in die neue Materie eingearbeitet habe, wollte sie das Ressort bei der Konstituierung im Dezember 2017 nicht schon wieder aufgeben. Und von da an kam auch viel Bewegung in den Masterplan Sportanlagen: Der Projektierungskredit für das erste Modul kommt noch dieses Jahr ins Stadtparlament.

Ihr Ziel sei es, den Kredit für das erste Modul mit Hallenbad, Fussballplätzen, Tribüne und Leichtathletikanlagen unter Dach und Fach zu bringen. Deshalb will Krapf mindestens bis nach der Volksabstimmung im Stadtrat bleiben. An die Urne gehen die Bürgerinnen und Bürger frühestens Ende 2021.

Bei den letzten Parlamentswahlen erreichte die FDP einen Wähleranteil von 14,6 Prozent. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren auch ihre «Übervertretung» mit zwei Stadtratsmitgliedern kritisiert. Da wäre der Verzicht beider Stadtratsmitglieder für die Gesamterneuerungswahlen im kommenden Jahr natürlich «nicht wünschenswert» für die FDP, wie Krapf einräumt. Dieser Ansicht ist auch Ortsparteipräsident Andrin Fröhlich.

Die Findungskommission beginnt diesen Monat

Für die Nachfolge von Schulpräsident Urs Blaser hat sich derweil bereits eine Findungskommission mit Beteiligung aller Parteien gebildet. Der Anstoss dazu kam von der SVP. Damit wolle man einen fähigen Nachfolger für Blaser finden, sagt Ortsparteipräsident Andreas Oberholzer. Die Qualifikation soll im Vordergrund stehen und nicht das Parteibüchlein. Und wenn es nach Oberholzer geht, soll die Findungskommission nach Möglichkeit mehr als einen Kandidaten aufstellen: «Wenn man dem Bürger eine Auswahl bieten kann, ist das immer besser», findet er.

Die Findungskommission werde ihre Arbeit noch in diesem Monat aufnehmen und schon bald ein Stelleninserat ausarbeiten. Neben Oberholzer und Fröhlich gehören der Kommission auch Patrik Mauchle (CVP), Flig-Präsident Christian Schlegel, SP-Ortspräsident Ruedi Blumer und Schulrat Linus Balzan (Flig) an. Die beiden letzteren wirkten bereits in der Findungskommission vor elf Jahren mit.

FDP wollte nicht vorpreschen

Andrin Fröhlich hätte nichts dagegen, wenn der neue Schulpräsident oder die neue Schulpräsidentin wieder freisinnig wäre. Den Entscheid der Findungskommission werde man aber respektieren. «Dass wir in der Kommission mitmachen, war für uns von Anfang an klar», sagt Fröhlich. Denn wenn man mit einem eigenen Kandidaten vorpresche, stünden die Chancen nicht besser. «Das hat die CVP bei den Stadtpräsidiumswahlen eindrücklich bewiesen.»

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