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Gossauer Stadtparlamentarier will wissen, wie effizient Wertstoffe verwertet werden

Ein SP-Parlamentarier will unter anderem wissen, wie viel von der Grünabfuhr als Kompost wieder in die Natur zurückkehrt.
Perrine Woodtli
Werner Bischofberger will wissen, wie hoch der Prozentanteil der Grünabfuhr ist, der als Kompost in die Natur zurückkehrt. (Bild: Fotolia)

Werner Bischofberger will wissen, wie hoch der Prozentanteil der Grünabfuhr ist, der als Kompost in die Natur zurückkehrt. (Bild: Fotolia)

Immer wieder höre er Äusserungen, dass Plastik aus Kuh-Bags in der Kehrichtverbrennung lande und dort nur noch zur Wärmeenergieproduktion eingesetzt werde. Ebenfalls sollen gesammelte Grünabfälle nicht zu Kompost verwertet, sondern nur vergärt werden, um mit den Gasen Wärmeenergie und Strom zu produzieren. Das schreibt Werner Bischofberger in seinem jüngsten Vorstoss. Der SP-Stadtparlamentarier hat dem Gossauer Stadtrat kürzlich die Einfache Anfrage «Werterhaltende Verwertung von Wertstoffen» eingereicht.

Werner Bischofberger schreibt weiter, dass auch in Zeitungsartikeln gelegentlich der Sinn von gewissen Sammlungen «freudlos und nur als Last erwähnt» werde. Es rentiere nicht, beziehungsweise die Kosten seien ungenügend gedeckt. Solche Aussagen würden «etliche am Sinn der Sammlungen zweifeln lassen und diejenigen verunsichern, die sich nachhaltig und umweltschonend verhalten wollen», heisst es.

Für die Menschen, die Abfall trennen und den Recyclinggedanken hochhalten, sei es wichtig, dass Wertstoffe in erster Linie zur Rückgewinnung von Rohstoffen verwendet werden. «Eine bloss energetische Verwertung halten sie für eine minderwertige Massnahme, die an hinterer Stelle steht.»

Personen in ihrer Überzeugung stärken

Durch «offene, transparente Informationen» könnte das Sammeln, Trennen und Abgeben von Wertstoffen im alltäglichen Verhalten verankert werden, schreibt Bischofberger. Jene, die es schon machen, könnten in ihrer Überzeugung gestärkt und neue Personen gewonnen werden. Die Leitfäden im Geschäftsbericht des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid zielten in die gleiche Richtung wie sein Vorstoss, so der Stadtparlamentarier weiter.

Im Geschäftsbericht seien zudem diverse Gewichtsangaben zu den verschiedenen Wertstoffen und Abfällen, die im Zweckverbandsgebiet gesammelt werden, zu finden. Was er im Bericht aber vergeblich suche, so Bischofberger, seien Angaben dazu, wie hoch der Wertstoffanteil sei, der wieder als Rohstoff gebraucht werde.

Wie steht es um PET-Produkte?

Er fordert den Gossauer Stadtrat in seinem Vorstoss daher auf, ihm einige Fragen zu beantworten. Unter anderem will der SP-Politiker wissen, welcher Prozentanteil der PET-Sammlung wieder zu PET-Produkten werde. Weiter will Werner Bischofberger wissen, wie hoch der Prozentanteil der Grünabfuhr sei, der als Kompost in die Natur zurückkehre.

Zudem solle der Stadtrat beantworten, wie es mit Papier, Karton, Altglas, Alteisen, Weissblech, Aluminium, Kuh-Bag-Plastik, mineralischen Rohstoffen, Holz, Altöl sowie Beton aus Rückbauten und Asphalt alter Strassenbeläge stehe.

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