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Gossauer sollen nachhaltiger werden: Festival informiert über "Food Waste"

Auf der Bundwiese wurde am Wochenende erstmals ein Gossauer Nachhaltigkeitsfestival veranstaltet. Dabei stand «Food Waste» im Vordergrund. Gerade im Hinblick auf die Jugendlichen ist das gemäss den Organisatoren ein zentrales Thema.
Manuela Bruhin
Bilder: Michel Canonica


20 Bilder

Erstes Festival über Nachhaltigkeit in Gossau: Wie man kein Essen verschwendet

Cordula Rieser, Lehrerin am Oberstufenzentrum Rosenau in Gossau, erlebt die Situation während der Hauswirtschaftslektionen immer wieder: Das Auge der Schüler ist oftmals grösser als der wirkliche Hunger, der Teller daher nach dem Schöpfen übervoll mit Essen. "Dann kommt unweigerlich die Frage auf: 'Muss ich alles essen?'", erzählt Rieser.

Die daraus resultierenden Tellerresten sind einer der Gründe, warum rund ein Drittel der heute produzierten Lebensmittel im Abfall landet. Das Gossauer Nachhaltigkeitsfestival, welches am Samstag und Sonntag erstmals auf der Bundwiese durchgeführt wurde, stellte genau diese Thematik in den Fokus. Weil das Thema der Verschwendung von Lebensmitteln ein wirklich wichtiges ist, wie die Organisatoren feststellen.

13 Schulklassen in der Ausstellung

Ein Schwerpunkt des Festivals bildete eine Ausstellung, welche vorgängig bereits von 13 Schulklassen aus Gossau und der Umgebung besucht worden war. Anhand verschiedener Posten wurde darin veranschaulicht, wie man clever einkauft, aus Resten kochen kann oder Lebensmittel richtig aufbewahrt. Auch die Klasse von Cordula Rieser war mit dabei – und wurde so zum Umdenken angeregt:

"Gegen die Wegwerfmentalität muss ständig aufs Neue angegangen werden!"

Dabei seien solche Ausstellungen sicherlich hilfreich. "Die Schüler werden so auf spielerische Art und Weise an das Thema herangeführt", sagt Dordula Rieser.

Auch die Jugendlichen finden positive Worte. «Uns hat es gut gefallen, vor allem die Spiele», sagt einer der Oberstufenschüler. Vielfach sei man sich gar nicht bewusst, wie verschwenderisch mit Lebensmitteln umgegangen werde. Die Ausstellung reflektiere das eigene Verhalten und fördere damit ein Umdenken.

Ständig aufs Neue sensibilisieren

Für Wendelin Matawa Keller, Projektleiter und Initiator des Gossauer Nachhaltigkeitsfestivals, spielt der Nachwuchs eine zentrale Rolle, wenn es um die Verhinderung von "Food Waste" geht:

"Wenn die Jugend die Problematik versteht, sind wir auf dem richtigen Weg."

Justina Urbaniak, Helferin der Ausstellung, ergänzt: "Wir wollen mit unserer Schau den Dialog zwischen den Schülern und den Eltern fördern." Zuhause entstehe schliesslich fast die Hälfte des Abfalls. Ständiges Sensibilisieren sei bei diesem Thema ein zentraler Aspekt.

Von Lehrern wie auch Schülern habe man ein positives Feedback auf die Ausstellung erhalten. Für Wendelin Matawa Keller selber ist es seit seiner Kindheit unvorstellbar, Lebensmittel wegzuwerfen. «Ich bin so aufgewachsen und kenne nichts anderes.» Das Thema sei zwar durch digitale Medien bereits bekannt. «Den direkten Kontakt ersetzen diese aber nicht», sagt Matawa Keller.

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