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Gossauer Industriegebiet: Die Sommerau muss reichen

Die St.Gallerstrasse wird nicht verlegt. Die Gossauer Industrie hat ohnehin andere Probleme.
Rossella Blattmann
Das Industriegebiet Sommerau ist das momentan grösste freie Bauland auf Gossauer Gebiet. (Bild: Urs Bucher (Gossau, 9.Mai 2019))

Das Industriegebiet Sommerau ist das momentan grösste freie Bauland auf Gossauer Gebiet. (Bild: Urs Bucher (Gossau, 9.Mai 2019))

Die Kurve bleibt. Um im Industriegebiet zwischen St.Gallen und Gossau Bauland zu gewinnen, hätte die Zürcher Strasse – ab der Stadtgrenze zu Gossau St.Gallerstrasse genannt – begradigt werden sollen. Die Begradigung scheiterte an den Kosten.

Laut Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau, hätten die Städte St. Gallen und Gossau gemeinsam mit 11 Millionen die Begradigung finanzieren sollen. «Der Anteil von Gossau hätte mindestens 8,5 Millionen Franken betragen.» Auf jeden Quadratmeter potenzielles Bauland hätten rund 260 Franken draufgeschlagen werden müssen, fügt Salzmann hinzu.

Industrie hat andere Prioritäten

Die Baulandknappheit ist ein Klassiker auf dem Sorgenbarometer der Gossauer Wirtschaft. Doch: Für die Gossauer Industrievertreter drückt der Schuh an einem anderen Ort mehr.

«Das grösste Problem liegt darin, dass die verkehrstechnischen Erschliessungen der Gossauer Industrie- und Gewerbegebiete schlecht gelöst sind»,

sagt der Präsident der Handels- und Industrievereinigung Gossau (HIG), Markus Mauchle. «Es kommt zu Stau auf den Strassen, der Verkehr stockt. Mitarbeiter und Güter gelangen mühselig zu ihrem Zielort.»

Für die Entwicklung von neuen Gewerbe- und Industriegebieten sei es absolut notwendig, dass die verkehrstechnischen Entwicklungen von Strasse und Schiene erneuert respektive verbessert werden, sagt Mauchle. «Für die Gossauer Industrie ist es prioritär, dass die Strassen- und Bahninfrastruktur vorangetrieben wird, um die wirtschaftliche Stagnation einer ganzen Region zu lösen.» Um vorwärtszukommen, müsse man mit den beiden Appenzell sowie St.Gallen zusammenarbeiten und die entsprechenden Projekte vorantreiben.

Nicht überall darf gebaut werden

Gemäss Remo Schönenberger, dem Präsidenten des Gewerbevereins Gossau, besteht in Gossau heute nur noch wenig Bauland für Industrie und Gewerbe. Er sagt:

«Abgesehen von der Sommerau gibt es in Gossau mittelfristig nur noch in Arnegg Bauland.»

Urs Salzmann bestätigt den Eindruck des Gewerbevertreters. Das heute grösste unbebaute Industrieareal in Gossau sei die Sommerau. «Die Stadt Gossau selber hat kleinere Restflächen in Arnegg», sagt Salzmann.

Auch in der Eichen, im Langfeld und an der Wehrstrasse besitze die Stadt Bauland. Die beiden Areale Waldburger und das Grundstück neben dem Cornelia Versand an der Wehrstrasse seien Beispiele für vorhandene Potenziale.

Liegt eine grüne Wiese frei, bedeutet das aber nicht automatisch, dass wild darauf los gebaut werden kann. Andere Flächen in Gossau können zurzeit wegen Hochwasserschutz-Projekten oder zu Gunsten eines möglichen Autobahnanschlusses ans Appenzellerland nicht bebaut werden, sagt Salzmann.

Letzterer würde immerhin wie von der HIG gewünscht die Erschliessung verbessern.

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