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Abschiedsfest für Alex Brühwiler: Gossauer feiern ihren König

Alex Brühwiler hat sich von der Gossauer Bevölkerung als Stadtpräsident verabschieden lassen. Für die Gäste gab's Bratwürste, für Brühwiler viel Lob.
Sebastian Schneider
(Bild: Ralph Ribi)

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14 Bilder

Abschiedsfest: Der abtretende Gossauer Stadtpräsident Alex Brühwiler lässt sich im Fürstenlandsaal feiern

Gestern morgen mag das Aufstehen für manch Gossauerin und manch Gossauer mühevoll gewesen sein. Denn die Abschiedsfeier des ersten Gossauer Stadtpräsidenten Alex Brühwiler dauerte laut Sitzengebliebenen bis in die Nacht und bis in den Mittwoch hinein. Gleichwohl verlief das Abschiedsfest im Fürstenlandsaal anständig, wie Patrick Strässle, Leiter der Stadtkanzlei, berichten kann.

«Viele haben gesagt, es sei ein würdiger Rahmen gewesen», sagt Strässle, der die organisatorische Leitung für das Fest hatte. Zum Gelingen des Abschieds hätten nicht nur die geschätzt 600 Gäste beigetragen, sondern auch die Vereine und die Redner. Und auch bei der Verpflegung hat alles funktioniert. Eine Bratwurst-Panne, wie es sie im Fürstenlandsaal an einem anderen Anlass auch schon gegeben hatte, blieb aus und alle Besucher konnten ohne Anstehen zugreifen. Es gab nicht nur Brot und Bratwurst, sondern auch Bier von den drei grossen Gossauer Brauereien. Auch ein lokaler Käser und ein Bäcker-Konditor konnten sich am Abend auszeichnen.

Wie ein Mafiaboss auf dem Papa-Mobil-Thron

Die Stadtmusik und der Tambouren waren für den musikalischen Rahmen zuständig. Sie spielten zu Beginn, am Schluss und in den Pausen zwischen den Reden und anderen Programmpunkten. Etwas Besonderes hat sich natürlich der Männerchor, in dem Alex Brühwiler selber Mitglied ist, einfallen lassen. Sie münzten das Lied «döt äne am Bergli» auf Alex Brühwiler um und huldigten ihm mit einem afrikanisch Ständchen. Zudem, ist laut eines Redners festzustellen, befindet sich der Gossauer Stadtpräsident fast schon in einer königlichen Rolle. Sind doch alle Gemeinden rund um Gossau (St.Gallen ausgenommen) kleiner bis sehr viel kleiner als Gossau.

Um diese Macht zu demonstrieren, setzten die Chorkameraden Brühwiler auf einen Thron und stiessen ihn per Hubwagen durch die Menschenmenge. «Wie auf dem Papamobil», fand ein Gast. Brühwiler machte mit, wobei er zwischendurch wie ein Mafiaboss gestikulierte. Trotz viel Lob und Ehre wurde Brühwiler nie rot im Gesicht. Und nie zeigte er Müdigkeit oder Verdruss – ganz wie in seinen 17 Jahren und 5 Monate als Stadtpräsident.

Kantonsrat mit gutem Riecher

Was Alex Brühwiler nach seiner politischen Tätigkeit machen wird, wussten vor der Abschiedsfeier am Dienstagabend nur engste Vertraute. Brühwiler, der seinen Abgang von langer Hand geplant hatte, liess am Abend die Katze nicht sofort aus dem Sack. Christian Manser, der mit gewohnt viel Humor durch den Abend führte, fragte vor einer Pause in die Menge, wofür man denn einen «ausrangierten» Stadtpräsidenten überhaupt noch brauchen könne. Man solle darüber doch nachdenken. Vor der Enthüllung fragte Manser einige Gäste, was sie nun denken.

Ein Bierbrauer hoffte, Brühwiler lasse sich in seinem Business einspannen, ein anderer Gast wollte ihn für die IG Langfristverkehr gewinnen. Einen wirklich guten Riecher bewies der Andwiler CVP-Kantonsrat Peter Boppart, der kurz vor der Verkündigung in die Runde an einem Stehtischchen sagte: «Er soll es ruhig angehen, sich Zeit für sich selber und seine Frau nehmen.» Damit und weiteren Ausführungen über Werte im Leben lag der Kantonsrat genau richtig. Und als Alex Brühwiler verkündete, er werde Teilzeitstudent, fühlte sich Boppart in seiner Vermutung bestätigt. Dies war seinem Lachen während Brühwilers Rede abzulesen. (ses)

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