Whisky-Stübli ab vom Schuss

WALDKIRCH. Der Whiskykenner Daniel Maltaric betreibt bei Waldkirch hobbymässig ein Whisky-Stübli. Der Verkauf steht nicht im Vordergrund. Wichtiger ist die Freude.

Marlen Hämmerli
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Daniel Maltaric bietet in seinem Whisky-Stübli Degustationen an. (Bild: Marlen Hämmerli)

Daniel Maltaric bietet in seinem Whisky-Stübli Degustationen an. (Bild: Marlen Hämmerli)

Wo früher Milch zu Käse verarbeitet wurde, dreht sich heute alles um Whisky. Daniel Maltaric betreibt in der ehemaligen Käserei im Weiler Niederwil bei Waldkirch ein kleines Whisky-Stübli. Einzelpersonen und Gruppen können dort Whisky degustieren und kennenlernen – «kombiniert mit lokalen Nahrungsmitteln». Ihm gehe es nicht primär um den Verkauf, sagt Maltaric. «Ich möchte den Leuten die Freude am Genuss von Whisky weitergeben und ihnen dessen Geschmacksvielfalt näherbringen.» Obwohl momentan ein «Whisky-Hype» herrsche, würden viele Whisky nur aus ihrer Jugend kennen. «Verbunden mit viel Kopfweh.»

Herstellung ermöglicht Vielfalt

Dabei schmecke jeder Whisky anders. «Kein anderes Lebensmittel ist so reich an unterschiedlichen Geschmacksnuancen», sagt der Experte Daniel Maltaric. Der Grund liege im Herstellungsprozess. Dieser bietet viele Kombinationsmöglichkeiten: «Bereits die Wahl des Getreidekorns kann entscheidend sein.» Maltaric muss es wissen, denn er gehört zu den Gründern der International Whisky Academy. Deren Master of Whisky ist in den Branchen der vier deutschsprachigen Länder anerkannt.

Bei jeder Reise eine Flasche

Seine Liebe zum Whisky entdeckte Daniel Maltaric dank einem Bekannten. «Vor 22 Jahren schenkte mir ein älterer Freund einen Single Malt. Von da an kaufte ich auf jeder Reise im Duty-free einen zufällig ausgewählten Whisky.» So habe er dessen Geschmacksvielfalt entdeckt und sei neugierig geworden. «Ich las Bücher, besuchte Degustationen und Brennereien, fragte die Experten aus.»

Das Whisky-Stübli Korkira sei sein grosses Hobby, das Ganze sehr familiär. «Früher brachte ich meinen Bekannten Wein oder Würste aus den Ferien mit, diese waren immer schnell weg. Heute ist der Personenkreis einfach etwas grösser.» Und natürlich biete er auch einen Fahrdienst nach Gossau oder Engelburg an. «Mit nur einer kleinen Postautohaltestelle ein Muss.»