Trails fordern auch Routiniers

GOSSAU. Die Gossau-Trails sind vielfältig. Dies macht die sechs Kurse für Anfänger und ambitionierte Läufer attraktiv. Joel Drittenbass, Schweizer Meister im 10 000-Meter-Lauf, findet sie «super».

Norina Furrer
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Joel Drittenbass bei einer Dehnübung im Buechenwald. (Bild: Norina Furrer)

Joel Drittenbass bei einer Dehnübung im Buechenwald. (Bild: Norina Furrer)

In Jogging-Kleidung mit kleinem Rucksack startet Joel Drittenbass sein Lauftraining auf einem Gossau-Trail im Buechenwald. Zuerst eine Viertelstunde aufwärmen, danach im gleichmässigen Tempo eine gute Stunde laufen. «Heute steht ein achtzig Minuten langer Dauerlauf auf meinem Programm», sagt er. Der 21jährige Andwiler studiert an der Hochschule St. Gallen (HSG) und läuft seit mehr als sieben Jahren regelmässig. Geweckt wurde seine Leidenschaft bei der LAG Gossau. Heute trainiert er beim LC Brühl. Seine grössten Erfolge: Zwei Schweizer-Meister-Titel im 10 000-Meter-Bahn-Lauf im letzten und im vorletzten Jahr sowie der Vize-Schweizer-Meister-Titel im Halbmarathon bei den Junioren. Dieses Jahr nehme er aufgrund der vielen Prüfungen an der HSG nicht an den Schweizer Meisterschaften teil.

«Die Gossau-Trails finde ich eine super Idee», sagt Joel Drittenbass. Oft sei es für Läufer mühsam und aufwendig, schöne Wege zu finden, welche eine geeignete Länge und ein passendes Höhenprofil aufweisen. «Um diesen Aufwand zu umgehen, sind die sechs Trails optimal», sagt er.

Trail C fordert Fortgeschrittene

Die Rundkurse sind 2,2 bis 21,7 Kilometer lang, und auch die Höhenprofile sind sehr unterschiedlich. «So ist für Anfänger bis Fortgeschrittene Läufer etwas dabei.» Er selbst sei bis anhin erst zwei Trails abgelaufen: den 2,2 Kilometer langen Trail A «Buechenwald» und den 12,7 Kilometer langen Trail C «Gossau Burgau». «Für ein Intervalltraining ist der 2,2 Kilometer lange Rundkurs optimal», sagt Joel Drittenbass. Aber auch für Anfänger sei dieser geeignet. Der Trail verlaufe ziemlich Flach und sei nicht sehr lang. Da er durch den Wald führe, sei der Kurs auch an heissen Sommertagen eine Option. «Überrascht hat mich die 12,7 Kilometer lange Laufstrecke. Die vielen starken Steigungen haben es in sich und fordern auch mich als Routinier», sagt der Läufer. Trotzdem lohne es sich, die Mühen auf sich zu nehmen. «Der Weg ist sehr abwechslungsreich. Man läuft an der Glatt entlang und durch die Wälder.» Für Jogger, welche die Natur etwas geniessen wollen, sei dieser Rundkurs deshalb einzigartig.

«Nicht zu schnell starten»

Bestimmt seien die sechs Trails für viele Anfänger eine gute Motivation. «Jeder kann sich eine Strecke als Ziel setzen und versuchen, diese möglichst schnell zu laufen», sagt Drittenbass. Er empfiehlt gute Musik dabei zu haben und auf keinen Fall zu schnell zu beginnen. «Wer zu schnell startet, kann das Tempo oft nicht allzu lange halten. Dem kann durch bewusst langsames Laufen zu Beginn entgegengewirkt werden.»