Flig unterstützt SP-Initiative für Fahrende

GOSSAU. Nach der emotionalen Debatte im Stadtparlament über den Durchgangsplatz für Fahrende sind die Parteien nicht überrascht, dass die SP Gossau-Arnegg eine Initiative lanciert hat (Ausgabe vom 24. September).

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GOSSAU. Nach der emotionalen Debatte im Stadtparlament über den Durchgangsplatz für Fahrende sind die Parteien nicht überrascht, dass die SP Gossau-Arnegg eine Initiative lanciert hat (Ausgabe vom 24. September). Bei kontrovers diskutierten Themen müsse immer mit einer Unterschriftensammlung gerechnet werden, sagt Markus Rosenberger, Präsident der SVP Gossau-Arnegg. Aus eigener Erfahrung wisse die SVP aber, wie harzig es sein kann, die Unterschriften zusammenzubringen.

Breit abgestütztes Komitee

Das Begehren der SP hat die Stadt Gossau mittlerweile geprüft und die Initiative für zulässig erklärt. Nun hat die Partei einen Monat Zeit, um ein Komitee mit 15 Personen zu gründen. Mit Hochdruck arbeite die SP daran, ein breitabgestütztes Komitee zusammenzustellen, sagt Fraktionspräsident Florian Kobler. Unterstützung erhält die Partei von der Flig, wie Präsident Alfred Zahner sagt. Bereits auch ein CVP-Mitglied habe zugesichert, im Komitee mitzuarbeiten. Die SP hat sich ausserdem zum Ziel gemacht, Gossauer Persönlichkeiten aus verschiedenen Kreisen des gesellschaftlichen Lebens für die Unterschriftensammlung zu gewinnen.

Wie die Chancen stehen, dass der Durchgangsplatz für Fahrende im Industriegebiet Ost bei einer allfälligen Volksabstimmung angenommen und realisiert wird, ist gemäss den Parteien schwierig zu beurteilen. Wenig zuversichtlich ist Seline Heim, Präsidentin der CVP Gossau-Arnegg: Sie ist sich nicht sicher, ob die Bürger tatsächlich Ja stimmen würden. (ad)