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Gossau setzt auf Hahnenburger: Die Stadt ist jetzt eine «Blue Community»

Die Stadt Gossau verpflichtet sich zu einigen Grundsätzen im Umgang mit Wasser. Bald schon sollen konkrete Massnahmen folgen, um die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren.
Michel Burtscher
Stadträtin Claudia Martin mit der Urkunde. (Bild: mbu)

Stadträtin Claudia Martin mit der Urkunde. (Bild: mbu)

Worum es beim Anlass ging, darauf deuteten die vielen Glaskaraffen hin, die auf den Tischen in der Friedberg-Mensa verteilt waren. Darin befand sich frisches und unbehandeltes Gossauer Hahnenburger. Und genau das stand am Stadtapéro vom Samstag im Mittelpunkt: Wasser, das wichtigste aller Lebensmittel und die Grundlage allen Lebens auf der Erde.

In Gossau hat das Leitungswasser eine «hervorragende Qualität», wie Patrik Schönenberger, der neue Geschäftsführer der Stadtwerke, sagte. Und vor allem ist es günstig und für alle verfügbar. Doch das ist nicht überall so. «Der Zugang zu frischem Trinkwasser ist weltweit keine Selbstverständlichkeit», betonte Schönenberger. «Wir müssen ihm deshalb Sorge tragen.» Dazu will die Stadt Gossau nun einen konkreten Beitrag leisten – und zwar als sogenannte «Blue Community».

Dabei handelt es sich um eine internationale Initiative, die sich für Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut einsetzt. Stadträtin Claudia Martin nahm am Stadtapéro die Urkunde entgegen, mit der Gossau nun offiziell zur dreissigsten «Blue Community» in der Schweiz wurde. Darüber sei sie «sehr glücklich», sagte die Stadträtin.

Massnahmenplan wird ausgearbeitet

Doch die Urkunde gibt es nicht einfach so, die Stadt musste sich dafür zu einigen Grundsätzen bekennen: Neben der Anerkennung von Wasser als Menschenrecht gehört dazu die Förderung von Wasserdienstleistungen, die von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden. Zudem sollen Menschen dazu ermutigt werden, Wasser aus der Leitung statt aus der Flasche zu trinken.

Bei der «Blue Community» handelt es sich indes nicht um ein Label, sondern um eine Selbstverpflichtung. Kontrollen, ob die Grundsätze tatsächlich eingehalten werden, gibt es keine. Trotzdem kündigte Claudia Martin sogleich an, dass nun Massnahmen folgten, um die Bevölkerung zu sensibilisieren für das Thema Trinkwasser. Man erarbeite dafür zurzeit einen Plan, der das «nachhaltige Engagement der Stadt Gossau» ergänze, betonte die Stadträtin. Beim Apéro danach gab es dann aber doch mehr zu trinken als nur Wasser.

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