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Gossau: Reserven ermöglichen ein kleines Plus im Budget

Für das Jahr 2019 budgetiert der Gossauer Stadtrat einen Überschuss von 1,4 Millionen Franken. Grund ist die Umstellung auf das neue Rechnungsmodell. Operativ schreibt die Stadt ein Minus.
Adrian Lemmenmeier
Mittelfristig sieht Gossaus finanzielle Planung "wenig rosig" aus. (Bild: Urs Bucher)

Mittelfristig sieht Gossaus finanzielle Planung "wenig rosig" aus. (Bild: Urs Bucher)

Gossau rechnet fürs kommende Jahr mit einem Budget-Überschuss von 1,4 Millionen Franken, bei einem Gesamtaufwand von rund 103 Millionen. Zu verdanken ist dieses Plus dem neuen St. Galler Rechnungsmodell (RMSG). Denn beim operativen Ergebnis rechnet die Stadt mit einem Minus von 3,7 Millionen. Das Modell verlangt, dass durch Neubewertungen entstandene Verwaltungsreserven abgebaut werden. Gossau bezieht deshalb jährlich 4,1 Millionen aus dieser Kasse.

Bei der laufenden Rechnung 2018 geht der Stadtrat von einem Plus von 4,1 Millionen aus. Dieser Betrag entspricht dem jährlichen Bezug aus den Reserven; beim operativen Ergebnis rechnet der Stadtrat mit einer schwarzen Null. Die Besserstellung sei unter anderem auf Mehreinnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

Die Lohnliste wird länger

Der Gemeindepräsident von Gossau, Wolfgang Giella. (Bild:Benjamin Manser)

Der Gemeindepräsident von Gossau, Wolfgang Giella. (Bild:Benjamin Manser)

2019 werden die Konsumausgaben im Vergleich zu 2018 um 1,2 Millionen steigen. Dies unter anderem, weil 12,8 neue Stellen geplant sind. Sieben Stellen erscheinen neu auf der Lohnliste, weil die Kita Gossau in die Verwaltung integriert wurde. «Diese Löhne hat die Stadt zum grössten Teil also schon bisher bezahlt, nur liefen sie über einen anderen Budget-Posten», erklärt Stadtpräsident Wolfgang Giella. Neu vorgesehen sind 3,7 Stellen in den Bereichen Informatik, Personalwesen und Stadtentwicklung. «In der Informatik haben wir derzeit nur 3,6 Stellen», sagt Giella. «Das ist wenig im Vergleich zu anderen Städten.»

Dabei seien die Anforderungen gestiegen, was zu vielen Überstunden geführt habe. Dasselbe gelte für die beiden anderen Bereiche. Auf die Frage, wie er die Chancen des Personalausbaus im Parlament bewerte, sagt Giella: «Das ist schwierig abzuschätzen. Aber dass die Stadtverwaltung in diesen Bereichen unterbesetzt ist, ist längst bekannt.»

Mittelfristig steigen die Schulden

Der Stadtrat budgetiert mit dem bisherigen Steuerfuss von 121 Prozent. Der Überschuss von 4,1 Millionen erlaube es nicht, über Steuersenkungen zu diskutieren, sagt Giella. «Aufgrund der aktuellen Vorhaben sehe ich keine Chance für tiefere Steuern.»

Im Gegenteil: Mittelfristig sehe die Finanzplanung Gossaus «wenig rosig aus», heisst es in der Mitteilung des Stadtrats. Man strebe zwar ein Gleichgewicht im städtischen Haushalt, eine attraktive Steuerbelastung und ein hochstehendes Leistungsangebot an. Doch künftig könnten mit dem Cashflow allein Investitionen nicht mehr gedeckt werden. Der Stadtrat nimmt an, dass die Erfolgsrechnung 2020 mit Krediten finanziert werden muss.

2019 will der Stadtrat rund 10 Millionen Franken investieren. Das entspricht gemäss Mitteilung dem mehrjährigen Durchschnitt. Im Bereich Verkehr seien 2,6 Millionen budgetiert, im Bereich Abwasser 2,4 Millionen.

Auch die Stadtwerke profitieren von Reserve

Bei den Stadtwerken rechnet der Stadtrat für 2019 mit einem Plus von 2,2 Millionen. Auch darin ist eine Summe von 1,9 Millionen Franken aus der Aufwertungsreserve enthalten. Die ordentliche Ablieferung an den städtischen Haushalt beträgt unverändert 2,7 Millionen Franken. Die laufende Rechnung schliessen die Stadtwerke voraussichtlich mit einem Plus von 1,3 Millionen.

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