Gossau hat jetzt eine Altersexpertin

Ab 1. April leitet Barbara Züst die neue Fachstelle Alter Gesundheit. Die Winterthurerin wird zudem eine neue Informationsplattform für Altersthemen betreuen.

Perrine Woodtli
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Barbara Züst leitet ab April die neue Fachstelle Alter Gesundheit in Gossau.

Barbara Züst leitet ab April die neue Fachstelle Alter Gesundheit in Gossau.

Bild: PD

Ende 2018 hatte die Stadt Gossau mitgeteilt, dass sie eine neue Fachstelle, die sich um Altersfragen kümmert, schaffen will. Jetzt ist es so weit: Am 1. April startet die Fachstelle Alter Gesundheit – just in der Coronakrise. Leiten wird die Fachstelle Barbara Züst, wie im «Goinside» zu lesen war.

Die gelernte Pflegefachfrau, die im April 52 Jahre alt wird, arbeitete als Anästhesiepflegerin und leitete zuletzt die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz. Die zweifache Mutter aus Winterthur bringt zudem juristisches Wissen mit; sie studierte Rechtswissenschaften an der Uni St.Gallen.

Helen Alder, Gossauer Stadträtin

Helen Alder, Gossauer Stadträtin

Bild: Michel Canonica

Barbara Züst sei ein «Glücksfall» für Gossau, sagt Stadträtin Helen Alder Frey, Departementsvorsteherin Jugend Alter Soziales. «Sie bringt unglaublich viel Wissen und gute Voraussetzungen mit. Zudem hat Barbara Züst genau so eine Aufgabe gesucht.» Die Motivation, eine neue Fachstelle aufzubauen, sei ebenfalls ein wichtiger Punkt.

Eine Ansprechperson für alle

Die Fachstelle ist eine Auskunfts- und Koordinationsstelle für Fragen, die ältere Menschen und ihre Gesundheit betreffen. Die Aufgabe von Züst ist es, sich mit den Dienstleistern im Alters- und Gesundheitsbereich, etwa Pro Senectute und Spitex, auszutauschen, Angebote zu vermitteln und mit dem Kanton in Kontakt zu stehen. Alder stellt klar:

«Barbara Züst wird keine Beratungen durchführen. Sie leitet die Anliegen an die richtigen Stellen weiter.»

Sie habe zudem eine Aufsichtstätigkeit inne. «Wenn jemand unzufrieden ist, ist es gut, wenn man sich an eine aussenstehende Ansprechperson wenden kann.»

Bislang waren für diese Aufgaben Helen Alder und ihr Departement zuständig. «Wir bringen zwar auch Fachwissen mit, aber es reicht nicht, um in die Tiefe zu gehen.» Hinzu komme, dass man viele andere Aufgaben habe. Eine Ansprechperson sei in Gossau daher ein Bedürfnis.

Alles zum Thema Alter und Gesundheit auf einen Blick

Mit der Fachstelle geht am 1. April auch eine neue Informationsplattform zum Thema Altersfragen online. Auf dieser sollen alle Anbieter, ihre Kontaktangaben und Dienstleistungen zu finden sein. Betreut wird die Plattform ebenfalls von Barbara Züst. Die Dienstleister können ihr jeweils ihre Informationen für die Website zukommen lassen.

Helen Alder ist froh, dass die Fachstelle nun starten kann. Gerade in dieser Zeit des Coronavirus wäre sie froh gewesen, wenn es sie früher gegeben hätte.

«Wir brauchten jemanden, der mit den Dienstleistern in Kontakt steht und abklärt, wie die Stadt sie unterstützen kann.»

Diese Aufgabe habe übergangsweise der Integrationsbeauftragte Roman Caduff übernehmen können, da Integration derzeit «nur bedingt stattfinden könne».