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Gossau: Ein neuer Anlauf für die Sana Fürstenland

Der Gossauer Stadtrat legt die Baupläne für das Projekt der Sana Fürstenland AG neu auf. Damit will er die Angriffsfläche für Einsprecher verringern. 2019 sollen die Bagger auffahren.
Adrian Lemmenmeier
Der Bau des Alterszentrums der Sana Fürstenland AG soll nächstes Jahr beginnen. (Visualisierung: PD)

Der Bau des Alterszentrums der Sana Fürstenland AG soll nächstes Jahr beginnen. (Visualisierung: PD)

Wo heute noch das Gossauer Andreas-Zentrum steht, sollen dereinst Senioren den Lebensabend geniessen. Und zwar im neuen Alterszentrum der Sana Fürstenland AG. Diesen Sommer aber hat der Kanton formale Mängel in der Planung des Projektes festgestellt. Ganz zur Freude des Einsprechers Alex K. Fürer, der unter anderem den Bedarf eines Pflegeheims im Gossauer Zentrum anzweifelt.

Nun reagiert der Stadtrat. Er hebt sämtliche Pläne für das Bauvorhaben auf und erlässt neue. Das Projekt wird damit ein weiteres Mal verzögert, voraussichtlicher Baustart ist 2019. Doch Stadtpräsident Wolfgang Giella ist überzeugt: «Die Zeit, die wir jetzt verlieren, ist gut investiert in die Zukunft des Vorhabens.»

Verfahrenssicherheit schaffen

Der Stadtrat geht davon aus, dass das Projekt in seiner ursprünglichen Form nicht genehmigt würde. In den neuen Plänen seien die vom kantonalen Baudepartement festgestellten Mängel ausgemerzt. Doch warum sind sie überhaupt entstanden?

«Seit Ende 2017 legen die kantonalen Rekursinstanzen grossen Wert darauf, dass alle zusammenhängenden Pläne für ein Projekt gleichzeitig aufgelegt werden», sagt Giella. Ein Verwaltungsgerichtsentscheid habe dazu geführt, dass diese sogenannte Verfahrenskoordination strikt eingefordert werde. Der Rekurs gegen den Bau des Alterszentrums habe bewirkt, dass das Projekt, das Anfang 2017 ausgearbeitet worden war, nach dieser neuen Verfahrenspraxis beurteilt wurde. «Aus der Sicht von 2017 weist das Projekt keine formalen Mängel auf», sagt Giella.

Nun hat der Stadtrat parallel zum Sondernutzungsplan Sana Fürstenland und dem Teilstrassenplan Kirchstrasse–Säntisstrasse einen weiteren Plan aufgelegt: den Sondernutzungsplan Lindenbergbach. Darin ist explizit festgehalten, dass der Lindenbergbach, der unter der Säntisstrasse verläuft, nicht offengelegt wird. Die Pläne liegen bis 14. Dezember öffentlich auf.
Mit den neuen Plänen wolle man nun Sicherheit schaffen, sagt Giella, die Angriffsfläche für Einsprecher reduzieren. Wenn man so einen Rekurs vermeide, könne man so sogar Zeit gewinnen.

«Schlaflose Nächte sind vorprogrammiert»

Gleicher Meinung ist Kathrin Hilber, Verwaltungsratspräsidentin der Sana Fürstenland AG. Natürlich seien schlaflose Nächte vorprogrammiert, wenn sie höre, dass sich der Bau des Alterszentrums weiter verzögere. Denn die Gebäude der Altersheime Espel und Schwalbe seien in schlechtem Zustand. Dennoch begrüsse die Sana Fürstenland AG den Entscheid. «Manchmal ermöglicht ein Schritt zurück zwei Schritte nach vorn.» Es sei wichtig, dass das Projekt «einspracheresistenter» werde.

Das neue Alterszentrum beschäftigt Gossau seit langem. 2013 entschieden sich die Stimmbürger mit 78 Prozent deutlich für das Projekt. Der ursprünglich auf 2015 angesetzte Baustart lässt weiter auf sich warten.

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