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Goldachs Zentrum bleibt durch Einsprecher blockiert

Das kantonale Baudepartement hat die Einsprache zur Zentrumsüberbauung in Goldach abgewiesen. Der Einsprecher zieht weiter ans Verwaltungsgericht. Auslöser des jahrelangen Streits sind zwei Bäume.
Jolanda Riedener
Hier sollen die Bauten einst entstehen. Zwei Bäume müssten der Zentrumsüberbauung weichen. Dagegen wehrt sich ein Anwohner seit Jahren. (Bild: Jolanda Riedener)

Hier sollen die Bauten einst entstehen. Zwei Bäume müssten der Zentrumsüberbauung weichen. Dagegen wehrt sich ein Anwohner seit Jahren. (Bild: Jolanda Riedener)

Die Visiere im Dorfzentrum von Goldach stehen schon lange. «Ich werde oft darauf angesprochen», sagt Gemeindepräsident Dominik Gemperli. An zentraler Lage, zwischen Haupt-, Blumen- und Ulrich-Röschstrasse, will die Fortimo AG auf gut 3400 Quadratmetern drei Wohn- und Geschäftshäuser sowie einen öffentlichen Platz realisieren. Wäre alles nach Plan verlaufen, wären die Wohnungen heute bereits bewohnt. Doch mit der Umsetzung harzt es.

Seit Jahren wehrt sich der Eigentümer des Nachbargrundstücks gegen die Neugestaltung im Dorfzentrum. 2013 erhob er Einsprache: Denn zwei über 50 Jahre alte Bäume, die ihm gehören, müssten der Überbauung Platz machen. Der Gemeinderat lehnte die Einsprache damals ab. Der Rekurrent zog weiter ans kantonale Baudepartement. Dieses gab ihm Recht und hob die Baubewilligung auf: Der Anwalt des Einsprechers hatte einen Formfehler geltend gemacht.

Folglich musste die Investorin das Baugesuch erneut einreichen. Der Einsprecher zog sich darauf aber nicht zurück. Im Gegenteil: Das Verfahren dauert seither an. Nun hat das kantonale Baudepartement erneut entschieden. «Es hat die Einsprache abgewiesen, was uns natürlich sehr freut», sagt Gemperli. Inhaltlich sei der Sachverhalt klar. Dennoch wolle der Einsprecher den Entscheid ans kantonale Verwaltungsgericht weiterziehen.

Wichtige Überbauung für die Gemeinde

Dominik Gemperli hofft nach wie vor auf eine Lösung. Dass man sich allenfalls aussergerichtlich einigt, schliesst der Goldacher Gemeindepräsident nicht aus. «Diese Überbauung ist für Goldach zentral und von grosser Bedeutung», sagt Gemperli. Dennoch ist ihm klar: Das Verfahren könnte wieder bis zu zwei Jahre dauern. Sollte das kantonale Verwaltungsgericht die Beschwerde ebenfalls ablehnen, könnte der Anwohner als letzten Schritt noch vors Bundesgericht treten.

Im Hintergrund sind die Bäume zu sehen, die der Einsprecher schützen will. (Bild: jor)

Im Hintergrund sind die Bäume zu sehen, die der Einsprecher schützen will. (Bild: jor)

Dass Anwohner vom Einspracherecht Gebrauch machen, dafür hat der Gemeindepräsident Verständnis. Nur: «Die lange Verfahrensdauer und die Rechtsunsicherheit sind eine grosse Belastung für die Gemeinde», sagt Gemperli. Zumal sich die Angelegenheit bereits einige Jahre hinziehe.

Weitere Bauprojekte in der Gemeinde sind auf Kurs

Andere Bauprojekte in Goldach kommen dagegen voran: So hat der Gemeinderat gestern mitgeteilt, dass der Neubau der Mühlegutstrasse, die Umgestaltung des Dorfplatzes und das Projekt Bushof ab heute öffentlich aufgelegt werden: Bis am 12. Dezember läuft die Einsprachefrist.

Auch die Sanierung des Dorfbachs, die im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Hauptstrasse erfolgen muss, gehe die Gemeinde an. «In der Grössenordnung von einem halben Jahr», schätzt Gemperli, werde das Projekt Hauptstrasse dann ebenfalls öffentlich aufliegen. Die Hauptstrasse behandle man absichtlich getrennt von den beiden anderen Projekten. Mit der Neugestaltung soll sie durch einen neuen Belag künftig schmaler erscheinen. Die Parkplätze bei den Geschäften bleiben erhalten, werden aber längs der Strasse angeordnet. So sollen Kunden nicht mehr rückwärts übers Trottoir aus den Parkplätzen fahren. Am anderen Ende der Hauptstrasse wird der Kreisel in der Nähe des Rathauses ersetzt: Hier wird zur bereits umgestalteten Schulstrasse ein Rechtsvortritt entstehen.

Goldach will Rietli Areal mit St.Gallen entwickeln

Weiter steht auch das Siegerprojekt für die Wohnüberbauung an der Untereggerstrasse, beim Rebberg, fest: Demnächst werde der Sondernutzungsplan für die geplanten vier Mehrfamilienhäuser aufgelegt. Auch beim Rietli-Areal ist die Gemeinde Goldach mit der Stadt St. Gallen im Gespräch: «Ziel ist es, das Areal gemeinsam zu entwickeln», sagt Gemperli. Eine Antwort von der Kantonshauptstadt stehe noch aus. Für die Gemeinde bleibt zu hoffen, dass die Verfahren für diese Bauprojekte weniger lange dauern, als jenes der Überbauung im Zentrum.

Hinweis

Die Pläne zum Projekt Bushaltestellen, zum Neubau Mühlegutstrasse und zur Umgestaltung des Dorfplatzes liegen vom 13. November bis am 12. Dezember im Gemeindehaus öffentlich aus.

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