Ungewöhnliche Geschmacksrichtung: Kürbiskonfi aus Goldach kommt gut an

Claudia Germann bringt den Herbst auf das Zmorgenbrot: Sie verrät das Rezept ihrer Konfi aus Kürbis und Süssmost.

Sina Walser
Drucken
Teilen
Eine Eigenkreation des Hoflädeli Germanns ist die Süssmost- Kürbiskonfi. (Bild: Sina Walser)

Eine Eigenkreation des Hoflädeli Germanns ist die Süssmost- Kürbiskonfi. (Bild: Sina Walser)

Gewürfelte Kürbisse köcheln mit dem hofeigenen Süssmost in der Küche der Familie Germann. Nach dem Süssen mit Zucker, geht ein herrlich herbstlicher Duft von der noch kochenden Konfi hervor, die Claudia Germann gleich in die vorbereiteten Gläser abfüllt. Nach dem Abkühlen wandern diese Gläser in die Regale des Hoflädeli Germann.

Das Lädeli an der Untereggerstrasse in Goldach befindet sich schon seit zwei Generationen im Familienbesitz. Zuerst verkaufte die Familie nur wenige Artikel ab Hof, doch in den vergangenen Jahren wuchs der Laden und gewann auch an überregionaler Bekanntheit. Heute findet man im Laden alles von Holz über Dörrfrüchte bis zu hofeigenen Freilandeiern.

Saisonale Konfi für den Herbstanfang

Claudia Germann kreierte die neue Konfisorte selbst; eine Süssmost-Kürbiskonfi. «Wir hatten im Laden Kürbisschnitze des Schlossguts Troxler, die ich am Abend haltbarkeitsbedingt nicht mehr verkaufen durfte. Ich wollte den Kürbis mal anders verwerten als nur in Suppe», sagt Claudia Germann auf die Frage, wie sie auf diese Idee kam. Danach probierte sie mit Hilfe des Internets und Büchern so lange herum, bis eine zufriedenstellende Konfi entstand. Zusätzlich wollte sie den Kürbis mit einem Produkt direkt vom Hof kombinieren, dem Süssmost.

Claudia Germann stellt verschiedene Konfisorten für ihr Hoflädeli in Goldach her. (Bild: Sina Walser)

Claudia Germann stellt verschiedene Konfisorten für ihr Hoflädeli in Goldach her. (Bild: Sina Walser)

Anders als bei ihren anderen Sorten, ist diese Konfi eine Mischung aus zwei Hauptzutaten. «Die Kunden haben eigentlich lieber Konfitüren, die nur eine Geschmacksrichtung haben», sagt Germann. «Doch bei dieser Konfi ist es anders, möglicherweise wegen der speziellen Kombination und weil sie nur saisonal im Herbst erhältlich ist.»

An der Herstellung sei nichts speziell, sie sei gleich wie bei jeder anderen Konfitüre, sagt sie. Das Wichtigste sei aber, wie bei allen Konfisorten, dass man steril und sauber arbeite und die Zutaten gut vorbereite, sagt Claudia Germann. Die Süssmost-Kürbiskonfi kann im Goldacher Hoflädeli noch bis Ende Herbst gekauft werden.

Rezept: Konfi aus Süssmost und Kürbis

Aus den folgenden Zutaten ergeben sich sieben Konfigläser à 205 ml.
- 7dl Süssmost, pasteurisiert
- 300g Speisekürbis, in Würfeln und weich gekocht
- 1kg Zucker
- 1 Päckli Geliermittel

Die Kürbiswürfel mit dem Süssmost aufkochen und die Konfigläser in heissem Wasser vorwärmen. Sobald der Most und die Kürbisse kochen, diese fein pürieren und erneut aufkochen lassen. Den Zucker und das Geliermittel hinzugeben, kurz umrühren und warten bis die Konfi wieder köchelt. Danach die Konfi während acht Minuten und unter ständigem Rühren fest werden lassen (Hinweis: eine hohe Pfanne verhindert das Überkochen). Die Konfi nachher in die Gläser füllen und abkühlen lassen.

Hofläden der Region Rorschach rüsten gegen Diebe auf

Die Bauern in der Region kennen das Problem: Manche Kunden bezahlen für ihre Ware zu wenig oder gar nichts. Es kommt auch zu Kassen-Diebstahl. Eine Familie setzt jetzt auf eine Überwachungskamera, eine andere auf eine Lichtanlage.
Rossella Blattmann