Goldacher starten mit Ehrgeiz in die praktische Veloprüfung

Die Goldacher Sechstklässler mussten sich diese Woche der Veloprüfung stellen.
Neben Verkehrstheorie-Kenntnissen waren auch Geschick und Reaktion gefragt.

Text/Bilder: Rahel Jenny Egger
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Die Goldacher Sechstklässler vor dem Geschicklichkeitsparcours.

Die Goldacher Sechstklässler vor dem Geschicklichkeitsparcours.

Beim Linksabbiegen trifft der musternde Blick eines Kantonspolizisten. Handzeichen und Schulterblick werden genaustens überprüft. Man ist prompt ein wenig erleichtert, kein Primarschüler mehr zu sein, denn für die Goldacher Sechstklässler galt es diese Woche ernst. Gemeinsam starteten sie in die praktische Veloprüfung unter Aufsicht der Kantonspolizei St. Gallen.

E-Bikes erst ab 16 Jahren

Zuerst musste die Theorieprüfung absolviert werden, auf die zuvor entsprechend vorbereitet worden war. Im Anschluss wurde das Velo kontrolliert. Neben guter Bereifung und zwei funktionstüchtigen Bremsen, durften auch Front- und Rückstrahler sowie je zwei Reflektoren an jeder Pedale nicht fehlen. Es lohnt sich übrigens, das eigene Velo ebenfalls zu prüfen, denn die genannte Ausstattung ist Pflicht im Strassenverkehr.

Armin Näf von der Kantonspolizei St. Gallen wertet die Resultate einer Schülerin aus.

Armin Näf von der Kantonspolizei St. Gallen wertet die Resultate einer Schülerin aus.

«Der Helm ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird aber dringendst empfohlen», sagt Armin Näf, Verkehrsinstruktor bei der Kantonspolizei St. Gallen.

Die mit Motor ausgestatteten E-Bikes waren noch kein Thema. Sie dürfen erst ab 16 Jahren oder mit gültigem Mofa-Ausweis gefahren werden. War die Ausrüstung komplett, ging es zum Geschicklichkeitsparcours. Dieser bestand aus Gasse und Slalom, während ein Handwechsel mit einem Tennisball erfolgen musste.

Eltern haben Vorbildfunktion

An dritter Stelle erfolgte der Strassenparcours. Die Schüler mussten eine festgelegte Strecke abfahren. Entlang dieser waren mehrere Kantonspolizisten stationiert, um das Fahrverhalten zu kontrollieren. Getestet wurde in erster Linie das Linksabbiegen.

«Beim sicheren Fahren im Verkehr haben die Eltern ganz klar eine Vorbildfunktion. Missachten sie die Regeln und befahren beispielsweise das Trottoir, hat das negative Auswirkungen auf die Kinder»

,sagt Näf. Zuletzt wartete der Reaktionstest. Hierfür wurden Bildschirme und Velolenker zur Simulation aufgestellt. Die Kinder verfolgten Videos, auf denen Personen unerwartet in die Fahrbahn springen. Daraufhin sollte am Lenksimulator möglichst rasch gebremst werden.

Beim Reaktionstest sollte möglichst rasch die Simulationsbremse gezogen werden.

Beim Reaktionstest sollte möglichst rasch die Simulationsbremse gezogen werden. 

«Natürlich kann man nicht verallgemeinern, aber ich würde behaupten, die Konzentration der Kinder hat gesamthaft eher abgenommen»

, sagt Näf. Den Grund dafür, kennt er nicht. Nach dem Reaktionstest war es dann für alle endlich geschafft.

Ein paar erleichterte Schülerinnen besprechen ihre Prüfungsresultate.

Ein paar erleichterte Schülerinnen besprechen ihre Prüfungsresultate.

«Letztes Jahr haben 75 Prozent von insgesamt 4000 Teilnehmern mit Auszeichnung, das heisst mit fünf oder weniger Fehlern, bestanden», sagt Näf. Allerdings werde insgesamt aber seltener und teilweise auch schlechter Velo gefahren. «Umso schöner, wenn die Kinder mit Ehrgeiz dabei sind.»

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Valentina Thurnherr