Goldacher Schüler haben die Wahl zwischen einem Mann oder einer Frau

Der Gemeinderat in Goldach organisiert dieses Jahr die Jugend- und Familienberatung neu. 

Sina Walser
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Gemäss Goldachs Schulpräsident Andreas Gehrig bringt die Neuorganisation mehrere Vorteile.

Gemäss Goldachs Schulpräsident Andreas Gehrig bringt die Neuorganisation mehrere Vorteile.

Bild: Rudolf Hirtl (Februar 2017)

Heutzutage haben die Menschen mit 20 Jahren schon gleich viel Informationen erhalten, wie früher Personen in ihrem ganzen Leben, heisst es gemäss Therese Lechner («Tagblatt» vom 19. November). Aufgrund dieser Informationsüberflutung sei es extrem wichtig, dass die Eltern ihre Kinder vor allem in der Pubertät begleiten und stärken, heisst es weiter.

Leider ist diese Unterstützung aber nicht in jeder Familie gewährleistet. Für solche Fälle gibt es Beratungsstellen, welche die Erziehungsberechtigten, die Jugendlichen selbst und deren Bezugspersonen in der Erziehung unterstützen und fördern, wie der Wellenbrecher mitteilt. Die Goldacher Schulen verfügen schon seit mehreren Jahren über eine Beratungsstelle für Jugendliche und Familien. Der Gemeinderat hat diese nun neu organisiert.

Schulpsychologische Dienste ermöglichen individuelle Beratung

Vor zwei Jahren verliess der ehemalige Berater in Goldach nach mehreren Jahrzehnten seine Position als Schulpsychologe. Danach folgte eine neue Mitarbeiterin, die aber nach zwei Jahren ihr Amt in Goldach wieder aufgab. Nun stand der Gemeinderat dieses Jahr vor der Wahl eines neuen Mitarbeitenden oder dem Anschluss an eine Organisation. Goldacher Schulpräsident Andreas Gehrig sagt:

«Wir entschieden uns für eine Organisation. Diese Wahl eröffnet neue Möglichkeiten und Angebote.»

Dabei sei der Entscheid auf die Schulpsychologischen Dienste (SPD) gefallen. «Die SPD stellt uns ihre eigenen Psychologinnen und Psychologen zur Verfügung. Wir selbst müssen keine suchen», sagt er. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Schule so eine beratende Frau oder einen beratenden Mann zur Verfügung stellen könne. «Dies ist eine Zusatzleistung, die in der Vergangenheit schon einige Fälle erleichtert hätte», sagt er.

Als Beispiel nennt Gehrig eine Familiensituation, in welcher ein Kind ohne Vater aufwächst. In dieser Situation würde sich das Kind entweder eher bei einer Frau wohl fühlen, da das Kind ebenfalls bei seiner Mutter aufwächst. Oder es passiert der umgekehrte Fall und der männliche Berater würde eine Vaterfigur einnehmen, bei dem sich das Kind ebenfalls wohl fühlt. Die Zusatzleistung habe auch religiöse Hintergründe, doch in erster Linie, soll der Kunde einfach selbst entscheiden dürfen, sagt er.