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Goldach: Rechtsvortritt an der Blumenstrasse abgeschafft

An der zur Hälfte sanierten Blumenstrasse in Goldach gibt es neu ein Trottoir auf beiden Strassenseiten. Deshalb verschwindet der bisher geltende Rechtsvortritt. Das Bauvorhaben dauert aber länger als geplant.
Sandro Büchler
Der Rechtsvortritt wurde aufgehoben: Neu haben die Automobilisten auf der Blumenstrasse Vortritt. (Bild: Sandro Büchler)

Der Rechtsvortritt wurde aufgehoben: Neu haben die Automobilisten auf der Blumenstrasse Vortritt. (Bild: Sandro Büchler)

«Winterpause» steht in grossen Lettern an der Tafel am Strassenrand. Die Blumenstrasse in Goldach ist zurzeit durchgängig befahrbar, denn die Bauarbeiten an der Strasse ruhen. Die erste Hälfte der Strassensanierung, im Abschnitt von der St.Gallerstrasse bis zur Raiffeisenbank, ist fertiggestellt. «Nur der Deckbelag fehlt noch», sagt Richard Falk, Gemeinderatsschreiber von Goldach. «Wir warten auf den Wintereinbruch.»

Doch eigentlich sollten die Arbeiten zur Vitalisierung der Blumenstrasse als Geschäfts- und Einkaufsstrasse schon weiter fortgeschritten sein. Auf der Bautafel sind beim Bau der zweiten und dritten Etappe die Jahre 2017 und 2018 vermerkt. Nun wird es 2019.

Umfassende Arbeiten benötigen mehr Zeit

Falk überraschen die Verzögerungen nicht und wirbt für Geduld. Er führt zwei Gründe ins Feld: «Einerseits wollten wir die Läden während der Bauzeit nicht vom Verkehr abschneiden.» Anstatt die Strasse komplett zu sperren, habe man sich für eine einspurige Verkehrsführung entschieden. «Der Bauprozess wurde dadurch komplizierter», sagt der Gemeinderatsschreiber. Der zweite Grund, erklärt Falk, sei in der umfassenden Bauweise zu finden.

«Wir haben die Strasse von Grund auf neu gebaut.»

So seien die Werkleitungen bis zu den Liegenschaften erneuert, Gartenzäune verschoben und das Trottoirniveau jeder Treppe angepasst worden. Die Blumenstrasse solle optisch aufgewertet und durch punktuelle Verengungen sicherer gestaltet werden. Ziel sei es, durch die baulichen Massnahmen das Tempo zu reduzieren. Bereits wurden deshalb Fahrbahnverengungen bei der Ein- und Ausfahrt zur St.Gallerstrasse sowie eine neue Verkehrsinsel beim Fussgängerstreifen zum Spielplatz unterhalb der Raiffeisenbank gebaut. Auf der Insel in der Strassenmitte wurden zwei Bäume gepflanzt. Insgesamt sei der Strassenverlauf schmaler geworden, da nun auf beiden Seiten ein Trottoir besteht.

Keine zusätzliche Signalisation

Die neu gebauten Trottoire bewirken die wohl markanteste Neuerung auf der Blumenstrasse. Denn «bei allen Zufahrten sind die Trottoire durchgezogen worden», sagt Gemeindeingenieur Ralph Gerschwiler. Dadurch wird der bis anhin auf der Strasse geltende Rechtsvortritt aufgehoben. Beim Einbieger zur Kloster- und zur Promenadenstrasse haben neu also die Autofahrer auf der Blumenstrasse Vortritt. Dies bestätigt die St. Galler Kantonspolizei. Deren Sprecher Florian Schneider sagt:

«Das Fahrzeug, das über die Trottoirüberfahrt fahren muss, hat keinen Vortritt.»

Zusätzlich auf die Veränderung hinweisen, will die Kantonspolizei nicht. Das Anbringen von Signaltafeln oder Markierungen am Boden sei nicht angezeigt. «Wo die Verkehrssituation klar ist, wird, wenn immer möglich, darauf verzichtet», sagt Schneider. Der Vortritt an der Blumenstrasse sei durch die gut erkennbaren Trottoirüberfahrten klar geregelt. Nun müssten sich die Autolenker daran gewöhnen, sagt Gemeinderatsschreiber Falk.

Fortschritt abhängig vom Wetter Weiterhin ist aber Geduld gefragt an der Blumenstrasse. Die Gemeinde schätzt in ihrem Informationsmagazin «Wellenbrecher», dass die weiteren Bauarbeiten noch rund ein Jahr andauern werden. Erst wenn die Temperaturen wieder steigen, werde die zweite Etappe gestartet. Dann werde der Abschnitt bis zur Migros in Angriff genommen. «Das kann schon im Januar, aber auch erst im März des nächsten Jahres sein», erläutert Richard Falk. Ausschlaggebend sei das Wetter in diesen Monaten.

Wann der dritte und letzte Teil, der Abschnitt zwischen der Migros und der Hauptstrasse gebaut werden könne, sei indes zurzeit noch unklar. Denn der Bau des rund 125 Meter langen Teilstücks sei an den Start der Arbeiten für die Zentrumsüberbauung gebunden. Die Einsprache eines Anwohners blockiert das Projekt. Bis das Verwaltungsgericht zur Überbauung im Zentrum entschieden hat, bleibt die Blumenstrasse unvollendet.

Im April 2020 wird die Bahnlinie während vier Tagen gesperrt

Gebaut wird auch an der Blumeneggstrasse, die zum Vitaparcours führt. Hier wird die Fahrbahn hingegen verbreitert, sagt Gemeindeingenieur Ralph Gerschwiler. Der westliche Teil der Strasse unter der Autobahnbrücke hindurch sei bis Weihnachten fertig saniert.

Bei der geplanten SBB-Unterführung laufen die Projektierungsarbeiten laut Gerschwiler auf Hochtouren. Nach intensiven Gesprächen mit dem Kanton und der SBB stehe das Datum fest, an dem die Bahnlinie gesperrt werden soll: Vom 17. bis 20. April 2020 sei die Sperrung geplant.

Man möchte Synergien nutzen: Im gleichen Zeitraum soll deshalb auch der Durchlass des Dorfbachs unter dem Bahntrassee saniert werden. Die Gemeinde forciere, dass diese Arbeiten zeitgleich mit der Sperrung bewerkstelligt werden können.

Aktuell liegt das Bauprojekt zur geplanten SBB-Unterführung öffentlich auf. Bis am 12. Dezember läuft die Frist für Einsprachen. «Wenn dem Projekt danach nichts mehr im Weg steht, ist unser Ziel, im Mai 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen», sagt Gerschwiler. In einem ersten Schritt werde sodann die Mühlegutstrasse verlängert, um die Unterführung zu erschliessen und die Vorfahrt zu deren Bau zu gewährleisten. (sab)

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