Damit der Gossauer Walter-Zoo die Coronakrise übersteht: Gönnerverein spricht 100'000 Franken Soforthilfe

Die Coronakrise trifft den «Tierli Walter» hart. Nun reagiert der Gönnerverein und unterstützt den Gossauer Zoo mit 100'000 Franken Soforthilfe.

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Die Chequeübergabe mit Ernst und Karin Federer vom Walter-Zoo und Gönnervereinspräsident Aurelio Zaccari.

Die Chequeübergabe mit Ernst und Karin Federer vom Walter-Zoo und Gönnervereinspräsident Aurelio Zaccari.

PD

(pd/jw) Der Vorstand des Gönnervereins hat entschieden, den Walter-Zoo mit einer Soforthilfe von 100'000 Franken zu unterstützen. Das Geld soll es dem Zoo ermöglichen, einen Teil der weggefallenen Einnahmen zu kompensieren und die laufenden Kosten aus dem Betrieb zu decken, heisst es in einer Mitteilung.

Schon vor dem Lockdown hatte der Gönnverein 200'000 Franken für Projekte gesprochen. Dieses Geld solle weiterhin zur Verfügung stehen, damit die langfristige Entwicklung des Walter-Zoos nicht beeinträchtigt werde.

«Der Zoo muss sich trotz oder eben gerade wegen der Corona-Krise weiterentwickeln.»

Der Vorstand des Gönnervereins sei überzeugt, mit der Soforthilfe «einen wichtigen Beitrag zum Überleben des Walter-Zoos» zu leisten.

Krise bringt dem Gönnerverein 100 neue Mitglieder

Der Gönnerverein Walter-Zoo besteht seit 1963 und setzt sich für die Entwicklung des Walter-Zoos sowie für das Wohl der Tiere ein. Der Verein zählt über 1800 Mitglieder. In den letzten Wochen seien über 100 Neumitglieder dazugekommen. Hinzu kamen laut Mitteilung zusätzliche Spendengelder in der Höhe von mehreren Zehntausend Franken.

Der meschenleere Walter-Zoo Ende März.

Der meschenleere Walter-Zoo Ende März.

Bild: Nik Roth

Der Gönnerverein finanziert mit den Legaten und Spendengeldern grundsätzlich Kleinprojekte, Sanierungen oder Neubauten. Weil der Zoo gemäss Bundesratsentscheid erst am 8. Juni wieder öffnen darf, hat sich der Vorstand nun zur Soforthilfe entschieden.

Es fehlen 500'000 Franken pro Monat

Über den Berg dürfte der Zoo mit der Soforthilfe nicht sein. Durch die Schliessung entgehen ihm monatlich über eine halbe Million Franken Umsatz. Die Frühlingsmonate helfen sonst für den Winter vorzusorgen. Die täglichen Kosten liegen trotz reduziertem Betrieb bei über 10'000 Franken, wie der Gönnerverein schreibt.

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