Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Gewitter zerstört 370-jährigen Baum in Rorschacherberg

Das Gewitter gestern Abend hat eine alte Zeder auf dem Gelände des Schlosses Wartensee stark beschädigt. Der Baum muss möglicherweise gefällt werden. Dem Besitzer des Anwesens geht das Ganze nahe.
Martin Rechsteiner
5 Bilder

Gewitter zerstört Wahrzeichen des Schlosses Wartensee

Das Schloss Wartensee in Rorschacherberg liegt idyllisch. Beliebt ist besonders seine Terrasse, von der Gäste einen schönen Ausblick auf den Bodensee haben. Doch im Moment ist das Idyll gestört. Die Terrasse ist mit Absperrband der Feuerwehr gesperrt, vor dem Haupteingang zum Gebäude herrscht ein Bild der Verwüstung: Gartenstühle und Sonnenschirme liegen zerquetscht unter abgebrochenen Ästen. Aus dem toten Holz des Nadelbaums ragen Eisenstangen - vermutlich die Reste eines Treppengeländers. Das Unwetter von gestern Abend hat den grosse Baum, der vor dem Schloss steht und als ein Wahrzeichen des Anwesens gelten darf, arg in Mitleidenschaft gezogen. An mehreren Stellen sind Äste abgebrochen, ihre Stummel ragen zersplittert in die Luft. Der grösste Ast, der selbst so dick ist wie ein Baumstamm, liegt in mehrere Teile zerborsten auf der Terrasse.

Davor steht Urs Räbsamen, der Besitzer des Anwesens. Er wirkt betreten, in sich gekehrt. «Es ist tragisch», sagt er mit ruhiger Stimme. «370 Jahre alt ist die Zeder geworden, jetzt ist sie zerstört.» Räbsamen ist froh, dass bei dem Unglück keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

Eine Service-Angestellte war dabei, als das Ganze passiert ist. «Es war am Mittwochabend gegen halb neun, das Gewitter kam plötzlich. Wir waren deshalb gerade dabei, im strömenden Regen die Tische und Stühle auf der Terrasse so schnell es geht abzuräumen, als die Äste mit voller Wucht zu Boden krachten. Zum Glück war wegen des Unwetters sonst niemand mehr draussen.» Die Angestellten hätten daraufhin die Feuerwehr gerufen, die das Gebiet um den Baum daraufhin absperrte.

Hoffnung für den Baum

Das Bild, das sich am nächsten Morgen vor dem Terrasseneingang bietet, geht Besitzer Urs Räbsamen sichtlich nahe. «Die finanziellen Schäden sind zweitrangig. Den Baum kann man mit keinem Geld der Welt ersetzen», sagt er. Dennoch hegt Räbsamen Hoffnung, dass er überlebt. «Ich werde alles mögliche dafür tun, dass die Zeder stehen bleiben kann», sagt er. Aber die Sicherheit der Gäste auf der Terrasse gehe natürlich vor. «Falls die Gefahr besteht, dass sie weitere Äste verliert, müssen wir sie fällen.» Derzeit sind Spezialisten dabei, die Lage zu beurteilen. Ob der Baum weg muss oder nicht, können sie noch nicht sagen.

Ebenfalls noch nicht ganz klar ist, weshalb die Äste abgebrochen sind, es gibt aber Vermutungen. «Es war die Kombination aus Sturm und Regen», sagt einer der Gartenbau-Spezialisten. «Der grosse, abgebrochene Ast war sehr schwer. Wasser und Vogeldreck in Rissen im Holz könnten dazu geführt haben, dass an der Stelle, an der er mit dem Stamm Verbunden war, mit der Zeit eine Fäulnis entstand ist. Dadurch wurde er instabil.» Der Sturm und das viele Wasser hätten schliesslich für so viel Druck und Last gesorgt, dass der Ast gebrochen ist und darunterliegende mitgerissen hat.

Als nächstes will Räbsamen erst einmal die Unordnung auf der Terrasse beseitigen. «Wie es dann mit dem Baum weitergeht, werden wir noch sehen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.