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Trotz alter Sorgen: Gewerbe Stadt St.Gallen gibt sich zuversichtlich

Nach wie vor hat das lokale Gewerbe mit Herausforderungen zu kämpfen. An der Generalversammlung des städtischen Gewerbeverbands sprach Präsident Gian Bazzi dennoch von Hoffnungsschimmern.
Christina Weder
Leerstehende Läden bleiben eine Herausforderung. Im Bild das ehemalige «Rösslitor» am Bärenplatz. (Bild: Ralph Ribi)

Leerstehende Läden bleiben eine Herausforderung. Im Bild das ehemalige «Rösslitor» am Bärenplatz. (Bild: Ralph Ribi)

Es sind dieselben Herausforderungen, die dem lokalen Gewerbe seit Jahren zu schaffen machen: der Preis- und Margendruck, das Auslandshopping, der Online-Handel und das Ladensterben. «Wir müssen bestmöglich damit umgehen», sagte Gian Bazzi, Präsident von Gewerbe Stadt St.Gallen, am Montagabend im Pfalzkeller vor 115 Gewerblern und weiteren geladenen Gästen.

Gian Bazzi, Präsident Gewerbe Stadt St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Gian Bazzi, Präsident Gewerbe Stadt St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Bazzi wollte aber nicht nur schwarzmalen, als er an der 183. Generalversammlung das vergangene Jahr Revue passieren liess. Denn er sieht Lichtblicke am Horizont. So hätten sich auch neue Geschäfte in der Stadt St.Gallen niedergelassen – darunter nicht nur Pop-up-Stores. Zudem hätten einige alteingesessene Betriebe ihre Ladenflächen vergrössern können. «Das macht Mut», sagte Bazzi.

«Parkplatz-Engpass steht bevor»

Als positiv strich er die «sanfte Steuersenkung» hervor, die das Stadtparlament im Dezember beschlossen hat. Zudem vernehme er «hoffnungsvolle Zeichen», was die Parkplatzsituation für Gewerbler und Handwerker in der Innenstadt angehe. Für diese sollen im Rahmen des Projekts «Zukunft St.Galler Innenstadt» neue Parkplätze und Zonen für den Güterumschlag geschaffen werden. Auch die 741 Parkplätze, die im neuen Parkhaus UG 25 geplant sind, stimmen Bazzi zuversichtlich. Bis es so weit sei, habe man aber noch einen «strammen Parkplatz-Engpass» zu überstehen.

Bazzi bekräftigte die Absicht von Gewerbe Stadt St. Gallen, die Entwicklung der Stadt aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. Das Ziel seien die Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Er sprach etwa das Engagement in der Interessengemeinschaft Engpassbeseitigung auf der Stadtautobahn an.

«Wir sind bestrebt, das Anliegen in Bundesbern auf der Prioritätenliste hoch zu halten.»

Eine weitere bedeutende Angelegenheit sei die Erweiterung der HSG am Platztor, sagte er und leitete zum Gastreferenten über.

Einsatz für den HSG-Campus am Platztor

Ulrich Schmid, Prorektor und Verantwortlicher für Aussenbeziehungen der Universität St. Gallen, nutzte die Gelegenheit, vor den anwesenden Gewerblern für den geplanten Campus Werbung zu machen. Mit diesem soll die Platznot an der Uni behoben werden. Auf dem Rosenberg sei es zwar schön, sagte Schmid:

«Das Platztor ist aber die einmalige Chance, die Uni näher an die Stadt zu bringen.»

Er ist überzeugt: «Der Kontakt mit der Stadtbevölkerung wird intensiver werden.» Studierende und Angestellte der Universität würden die Infrastruktur in der Innenstadt nützen und beleben. Er strich die regionale Bedeutung der HSG hervor. Sie lasse sich unter anderem an der Zahl der Übernachtungen ablesen: So wird gemäss Schmid jede sechste Logiernacht in Stadt und Region durch die Uni ausgelöst. Das entspricht einem Anteil von 15 Prozent.

Zwei Rücktritte, ein neues Vorstandsmitglied

Die übrigen Geschäfte auf der Traktandenliste wurden an diesem Abend zügig abgehandelt. Die Rechnung 2018 schliesst bei einem Gesamtaufwand von rund 259000 Franken mit einem Gewinn von rund 1000 Franken. Zu erwähnen sind Rückstellungen in der Höhe von 37600 Franken in einem Fonds für Aktionen. Die Rechnung 2018 und das Budget fürs laufende Jahr wurden einstimmig genehmigt, ebenso der Jahresbericht 2018. Aus dem Vorstand traten Hansi Lienemann und Daniel Stauffacher zurück. Neu gewählt wurde Ivo Liechti, CVP-Stadtparlamentarier und Raumplaner.

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