Gewaltdelikt mit Metallpfanne in St.Gallen: Kommt es zu einem Strafverfahren gegen die zwei Polizisten? – die Anklagekammer St.Gallen untersucht den Fall

Bluttat in St.Gallen: Die Anklagekammer St.Gallen soll entscheiden, ob gegen zwei Stadtpolizisten ein Strafverfahren eröffnet wird – ein Standardverfahren bei einem Tötungsdelikt. Die zwei Polizisten haben Anfang September den Täter erschossen, der eine 46-jährige Frau in ihrer Wohnung brutal erschlagen hat.

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Grosseinsatz an der Speicherstrasse.

Grosseinsatz an der Speicherstrasse.

Bild: Raphael Rohner
(2. September 2020)

(dar) Anfang September drang ein 22-jähriger Mann in die Wohnung einer Frau ein und schlug brutal mit einer Metallpfanne aus ihrem Haushalt auf sie ein. Einsatzkräfte der Polizei schossen auf den Täter. Der Täter verstarb noch am Tatort, die Frau später im Spital. Jetzt soll überprüft werden, ob ein Strafverfahren gegen die zwei Beamten eröffnet wird, wie das Regionaljournal Ostschweiz berichtet.

Zu diesem Zweck hat die St.Galler Staatsanwaltschaft die Akten an die St.Galler Anklagekammer überwiesen. Da die zwei Polizisten Behördenmitglieder sind, prüft die Anklagekammer, ob ein Strafverfahren eröffnet wird – ein Standardverfahren in solchen Fällen. Die Anklagekammer untersucht nun den Vorfall. Kommt sie zum Schluss, dass Handlungen der Polizisten strafrechtlich relevant sind, so kann die Staatsanwaltschaft St.Gallen eine Strafuntersuchung einleiten. Der Entscheid der Anklagekammer ist somit kein Urteil, sondern lediglich der Startschuss für ein Strafverfahren. Der Entscheid sollte frühestens Mitte Oktober vorliegen.