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Gewalt in der St.Galler Shopping-Arena: Dynamo-Kiew-Fan in Toilette blutig geschlagen

Unschönes Erlebnis für einen Dynamo-Kiew-Fan: Vor dem Europa-League-Spiel gegen Lugano in St.Gallen wurde der 18-Jährige auf einer Toilette von mehreren Männern zusammengeschlagen. Die Täter sind flüchtig.
Alexandra Pavlovic
Bluttropfen auf der Toilette zeugen vom Vorfall in der Shopping-Arena. (Bild: Leserbild)

Bluttropfen auf der Toilette zeugen vom Vorfall in der Shopping-Arena. (Bild: Leserbild)

Der Boden voller Bluttropfen, das weisse Fan-Shirt ebenfalls blutbefleckt. Und auch noch die Nase gebrochen: Das Europa-League-Spiel seines Clubs Dynamo Kiew wird einem 18-Jährigen noch lange in Erinnerung bleiben. Zum ersten Mal sei er für seinen Club an ein Spiel ins Ausland gereist, erzählt der junge Mann. Am Donnerstag gegen 15 Uhr begab er sich in die St.Galler Shopping-Arena, um sein Ticket abzuholen. Anschliessend suchte er die Toilette auf.

Kurze Zeit später wurde der Ukrainer von hinten von zwei Unbekannten zusammengeschlagen – grundlos, wie er sagt. Als er am Boden lag, wurde er gar noch weiter traktiert. Damit niemand anderes das WC betrat, sollen angeblich zwei weitere Personen vor der Türe Schmiere gestanden haben, erzählt er weiter.

Gemäss ukrainischen Medien soll es sich bei den Tätern um FC-St.Gallen-Ultras handeln, die Motive seien unklar.

Keine Hinweise auf die Täterschaft

Stapo-Mediensprecher Roman Kohler.

Stapo-Mediensprecher Roman Kohler.

Bei der St.Galler Stadtpolizei bestätigt man den Vorfall auf Anfrage. «Wir haben Kenntnis vom Zwischenfall in der Shopping-Arena und haben den jungen Mann dort auch angetroffen», sagt Mediensprecher Roman Kohler. Dass es sich bei den Tätern um FCSG-Ultras handeln soll, kann Kohler jedoch nicht bestätigen. «Wir haben leider keine Hinweise auf die Täterschaft.»

Die Polizei habe aber aufgrund des Vorfalls den 18-jährigen Dynamo-Kiew-Fan darauf hingewiesen, eine Anzeige zu machen. Doch er wollte nicht, so Kohler weiter.

«Da der Mann keine Anzeige erstattet hat, können wir zu diesem Fall keine weiteren Ermittlungen vornehmen.»

Aufgrund seiner geschwollenen Nase und der Blutungen wurde der Ukrainer zur Kontrolle ins St.Galler Kantonsspital gebracht. Da er aber nicht wusste, ob seine Versicherung die Behandlung bezahlt und er keine 300 Franken für eine Behandlung bei sich hatte, richtete der 18-Jährige sich die Nase kurzerhand selbst, wie er sagt.

Auch das Dress des Dynamo-Kiew-Fans ist blutbefleckt. (Bild: Leserbild)

Auch das Dress des Dynamo-Kiew-Fans ist blutbefleckt. (Bild: Leserbild)

«Wir hatten zuvor bei Fussballspielen nie Probleme»

Der Vorfall auf der Toilette ist der erste dieser Art in der Shopping-Arena, wie Centerleiter Marc Schäfer sagt. «Wir hatten zuvor bei Fussballspielen nie Probleme.» Und auch am Donnerstag sei es im Vorfeld des Europa-League-Spiels und auch danach zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen. «Es blieb ruhig.»

Marc Schäfer, Centerleiter der Shopping-Arena.

Marc Schäfer, Centerleiter der Shopping-Arena.

Obwohl für die Partie das Sicherheitspersonal aufgestockt wurde, will die Shopping-Arena mit weiteren Verantwortlichen das Sicherheitsdispositiv nochmals überdenken. «Es werden ja noch weitere Europa-League-Spiele im Kybunpark ausgetragen. Wir werden daher nochmals alles mit dem FC St.Gallen analysieren und bei Bedarf entsprechende Massnahmen ergreifen», so Schäfer.

Pyros, Betäubungsmittel und verbotene Waffen

Abgesehen von diesem Vorfall verlief das Europa-League-Spiel zwischen dem FC Lugano und Dynamo Kiew im Kybunpark ohne grössere Probleme. Wie die St.Galler Stadtpolizei am Freitag mitteilt, schlich allerdings nach dem Spiel eine Gruppierung junger Männer in sportlicher Bekleidung rund ums Stadion. Zu welchem Fanlager die jungen Männer gehören, konnte die Polizei nicht sagen. «Bei der Kontrolle von zwei Fahrzeugen wurden pyrotechnische Gegenstände, Kleinstmengen an Betäubungsmitteln, ein Schlagring sowie ein verbotenes Messer gefunden.» Die Polizei hat Anzeige wegen Widerhandlung gegen das Sprengstoff- und gegen das Waffengesetz erstattet. (stapo/lex)

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