Geschichte

Der Kulturhistorische Verein der Region Rorschach widmet sein Jahresheft den starken Frauen

Hebammen, Juristinnen, Politikerinnen: Das Jahresheft des Kulturhistorischen Vereins erzählt Geschichten von Frauen aus der Region Rorschach und lässt sie in Interviews selbst zu Wort kommen.

Jolanda Riedener
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Das sechste Heft des kulturhistorischen Vereins Region Rorschach zeigt auf seiner Titelseite 16 Frauen.

Das sechste Heft des kulturhistorischen Vereins Region Rorschach zeigt auf seiner Titelseite 16 Frauen.

Bild: PD

Der Kulturhistorische Verein der Region Rorschach (KHV) hat sein neustes Lesestück herausgebracht. Vor dem Hintergrund des denkwürdigen Jubiläums im kommenden Jahr, wenn nämlich in der Schweiz 50 Jahre Frauenstimmrecht gefeiert wird, widmet der Verein das «Heft Nr.6» ganz den starken Frauen. Das schreibt der Vorstand des KHV in einer Mitteilung.

Die Publikation nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Tour durch die Biografien, Arbeits-, Lebens- und Gedankenwelten von Frauen aus Rorschach, Rorschacherberg und Goldach, heisst es in einer Mitteilung des KHV. Das Heft befasst sich mit Frauen aus der Geschichte und der Gegenwart.

Gleichberechtigung als roter Faden

Die Porträts und Interviews decken ganz verschiedene Lebensbereiche ab – von Politik bis Kultur, von Bildung bis Kirche. Unter den Porträtierten ist zum Beispiel die erste Stadträtin von Rorschach, Hedwig Stolz. Aber auch Hebammen, Badhütte-Leiterinnen, Tanzlehrerinnen, Pfadfinderinnen, Juristinnen oder Malerinnen. Eine Geschichte handelt von einer Krankenschwester, die beim «Urwalddoktor» Albert Schweitzer in Lambarene arbeitete.

«Was sich bei allen Unterschieden wie ein roter Faden durch diese Porträts zieht, ist das Thema Gleichberechtigung», heisst es in der Mitteilung des KHV weiter: Die Lebensrealitäten und Lebenschancen der Frauen müssten besser werden – ob politisch, gesellschaftlich oder sozial.

Die porträtierten Frauen stellten sich diesen Fragen mit Mut, Beharrlichkeit und Kreativität. Spürbar sei aber auch das Engagement für eine solidarischere, menschlichere und gerechtere Welt.

Das Coronajahr in der Chronik

Geschrieben haben die Texte unter anderem die Heftherausgeber Richard Lehner, Peter Müller und Otmar Elsener, dessen als Journalisten arbeitenden Söhne ebenfalls Geschichten beigesteuert haben. Aber auch Autorinnen konnten die Macher für ihr Heft gewinnen: «Saiten»-Redaktorin Corinne Riedener oder die Journalistinnen Brigitte Schmid-Gugler und Barbara Camenzind, um nur einige Namen zu nennen.

Abgerundet wird das 64-seitige Heft mit einer Jahreschronik: Sie ermöglicht einen eindrücklichen ersten Rückblick auf das Coronajahr 2020, wie es sich in Rorschach, Rorschacherberg und Goldach abgespielt hat.

Die Vernissage findet am kommenden Samstag in der «Kleberei» statt, ist aber aufgrund der beschränkten Platzzahl nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Werk kann in verschiedensten Geschäften in Rorschach und Goldach gekauft werden, zum Beispiel in der Buchhandlung Wörterspiel.