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In Mörschwil siedeln gleich vier Firmen am Dorfrand

Das Raumplanungsgesetz wird revidiert und am 10. Februar kommt die Initiative der Jungen Grünen gegen die Zersiedelung zur Abstimmung. In Mörschwil besiedeln Firmen derweil Land am Dorfrand.
Daniel Wirth
Gewerbegebiet mit Sicht auf den See. Im Vordergrund die Firmen Lengwiler (links) und Fürer. (Bild: Michel Canonica (23. Januar 2019))

Gewerbegebiet mit Sicht auf den See. Im Vordergrund die Firmen Lengwiler (links) und Fürer. (Bild: Michel Canonica (23. Januar 2019))

Die Weiler Riederen und Fahrn am östlichen Rand der Gemeinde Mörschwil entwickeln sich – und das in einer Zeit knappen Baulands, in einer Zeit, in der die Raumplanung und die Zersiedelung brennende Themen sind. Zwischen der Rorschacherstrasse und der Autobahn A1 sind auf einem schmalen Landstreifen in relativ kurzer Zeit vier Firmengebäude hochgezogen worden. Zuletzt eines von der Bick AG, ein viergeschossiger Neubau aus Holz.

Dem Inhaber Hampi Bick gehört auch die Elektro Lengwiler AG, die im vergangenen Mai vom Dorfzentrum vis-à-vis von Landi und Volg nach Riederen ins neue markante Wohn- und Gewerbehaus mit seiner auffälligen Fassade umgezogen ist.

«Wir waren im Dorfzentrum in einer Liegenschaft eingemietet», sagt Bick. Die Elektro Lengwiler AG beschäftigt 16 Mitarbeitende, vier von ihnen sind in der Lehre. Bick und sein Team hatten im Dorfzentrum keine Raumnot. Der Unternehmer hat sich mit dem Neubau in Riederen ganz einfach den Wunsch nach einem eigenen Wohn- und Gewerbehaus erfüllt.

Er belegt mit seiner Firma nur rund einen Viertel der Fläche. Für Büros und einen Geschäftsraum im Parterre sucht er noch Mieter, wie er sagt. Der Neubau mit seiner Fassade mit einem schrägen Holzraster als mechanischem Sonnenschutz vor bodentiefen Fenstern steht an der Haltelhusstrasse 1. In Anlehnung an diese Adresse gab Hampi Bick dem Haus den Namen «Haltstell 1».

Gegen 70 Arbeitsplätze auf engem Raum

Gleich neben der «Haltstell 1» steht ein ebenso modernes Gebäude der Max Schetter AG. Die in der Haustechnik tätige Firma beschäftigt in Riederen zehn Mitarbeitende, wie Filialleiter Richard Zwick sagt. Das Gebiet sei gut erschlossen, das Firmengebäude habe nach eigenem Gusto geplant und gebaut werden können. Die Belegschaft fühle sich seit 2013 wohl hier.

Praktisch gleichzeitig wie die Max Schetter AG baute auch die Fürer AG in Riederen. 40 Mitarbeitende stehen im Haustechnik-Kompetenzzentrum im Lohn, wie Inhaber und Geschäftsführer Markus Fürer sagt. Er übernahm den Betrieb 2004 von seinem Vater. Damals war die Fürer AG in Rorschach. Fürers sind Ortsbürger dort und hätten gerne in Rorschach expandiert. Doch sie fanden keine passenden Räume – und Bauland in der Gewerbezone schon gar nicht.

Gespräche mit Rorschachs Stadtpräsident Thomas Müller und mit dem Gemeindepräsidenten von Rorschacherberg, Beat Hirs, hätten zu keinem Ziel geführt, sagt Fürer ohne Vorwurf. Der Bau eines Firmengebäudes in Mörschwil sei «der richtige Schritt» gewesen. Ein viertes Unternehmen, das sich in Riederen niederliess, ist die Aquadry Rotrag AG, die von Rorschach via Goldach nach Mörschwil kam. Die traditionsreiche Firma macht Bautrocknungen und Tankrevisionen. Mörschwils Gemeindepräsident Paul Bühler sagt, das Gebiet in Riederen und Fahrn befinde sich schon seit vielen Jahren in der Gewerbezone.

Lange habe sich nichts getan dort. Doch plötzlich habe sich eine Dynamik entwickelt. Die Gemeinde habe die Grundstückbesitzer bei der Planung der Erschliessung unterstützt, sagt Bühler. Ansonsten habe die Gemeinde nicht agiert.

Möbel Meier kommt von Wittenbach nach Mörschwil

Bühler sagt, es sei wichtig, dass mit der Max Schetter AG und der Elektro Lengwiler AG zwei einheimische Firmen im Dorf gehalten und mit der Fürer AG und der Aquadry Rotrag AG zwei Firmen vom See in Mörschwil hätten angesiedelt werden können.

Eine dritte neue kommt bald dazu: Die Möbel Markt Meier AG kommt von Wittenbach nach Mörschwil. Gegenwärtig wird gemäss Bühler eine einzige gegen das Baugesuch eingegangene Einsprache bereinigt.

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