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Gemeindepräsidium in Wittenbach: Georges Gladig und Norbert Näf steigen ins Rennen

Die Findungskommission der Wittenbacher Ortsparteien CVP, FDP, SP und SVP präsentiert ein Zweier-Ticket: Georges Gladig (FDP) und Norbert Näf (CVP) stellen sich zur Wahl für die Nachfolge von Fredi Widmer.
Adrian Lemmenmeier
FDP-Mann Georges Gladig (links) und Norbert Näf von der CVP kandidieren fürs Wittenbacher Gemeindepräsidium. (Bilder: Michel Canonica, PD)

FDP-Mann Georges Gladig (links) und Norbert Näf von der CVP kandidieren fürs Wittenbacher Gemeindepräsidium. (Bilder: Michel Canonica, PD)

Die achtköpfige Findungskommission der Wittenbacher Ortsparteien hat entschieden: Für die Nachfolge des abtretenden Gemeindepräsidenten Fredi Widmer (CVP) präsentiert sie ein Zweierticket mit Georges Gladig (FDP) und Norbert Näf (CVP). Die Ersatzwahl wird am 23. September durchgeführt.

Ziel der Findungskommission sei es gewesen, der Bevölkerung "eine Auswahl an fähigen Persönlichkeiten zu unterbreiten." Das sei mit den Kandidaten Näf und Gladig gelungen. "Beide designierten Kandidaten verfügen aufgrund ihrer beruflichen und politischen Erfahrung über das nötige Rüstzeug, um Wittenbach neue Impulse zu geben und strategische Entwicklungen in der Gemeinde anzustossen", schreibt die Kommission in einer Mitteilung.

"Sportlich" und "begeisterungsfähig"

Georges Gladig ist ein bekanntes Gesicht in Wittenbach. Der 61-jährige FDP-Mann präsidiert die Oberstufengemeinde Grünau seit 2013. Er hat bereits 2011 für das Gemeindepräsidium kandidiert, unterlag aber seinem Kontrahenten und jetzigen Gemeindepräsidenten Fredi Widmer von der CVP. "Seiner Begeisterung für das Amt tat dies offenkundig keinen Abbruch", heisst es in der Mitteilung weiter. Gladig habe der Findungskommission glaubhaft dargelegt, dass er hoch motiviert sei, sich an der Spitze der Gemeinde für Wittenbach einzusetzen.

Georges Gladig (FDP) kandidierte bereits 2011 für das Wittenbacher Gemeindepräsidium. (Bild: PD)

Georges Gladig (FDP) kandidierte bereits 2011 für das Wittenbacher Gemeindepräsidium. (Bild: PD)

Gladig ist Vater zweier Söhne. Er wohnt mit seiner Frau seit den 1980er Jahren in Wittenbach. Nach der Matura absolvierte er an der ETH Zürich ein Studium zum Sportlehrer, unterrichte zwei Jahrzehnte an der HSG und war Handballtrainer beim SV Fides. Nach einem Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaftslehre wechselte Gladig in die Finanzbranche. Derzeit arbeitet er als Spezialist für Finanz- und Pensionsplanung bei einem grossen Schweizer Versicherungskonzern. Gladig ist ausserdem Verbandspräsident der Swiss Baseball and Softball Federation. Gemäss Findungskommission ist Gladig "sportlich, dynamisch und begeisterungsfähig."

"Erfahren" und "analytisch"

Der 50-jährige Norbert Näf bringt bereits Erfahrung als Gemeindepräsident mit: Von 2005 bis 2015 stand der CVP-Politiker der Ausserrhoder Gemeinde Heiden vor. In den Wahlen hatte er als Auswärtiger einen amtierende Gemeinderat ausgestochen. Die Leistungsbilanz seiner zehnjährigen Amtszeit lese sich beachtlich, schreibt die Findungskommission. "Heiden gilt heute zweifellos als Zentrumsgemeinde der Region. Industrie und Wirtschaft prosperieren, der Ort verzeichnet zahlreiche Neuzuzüger." Ausserdem habe die Gemeinde vorausschauend in die Schulen investiert.

Norbert Näf war von 2005 bis 2015 Gemeindepräsident in Heiden AR. (Bild: PD)

Norbert Näf war von 2005 bis 2015 Gemeindepräsident in Heiden AR. (Bild: PD)

Doch wie Georges Gladig hat auch Norbert Näf bereits eine Majorzwahl verloren: Als CVP-Mitglied und Fraktionspräsident im Ausserrhoder Kantonsrat verpasste er 2015 den Einzug in die Regierung. Näf trat daraufhin als Gemeindepräsident zurück und wechselte nach Untereggen, wo er seither als Gemeindeschreiber tätig ist. Nach einer dreijährigen "schöpferischen Pause", sieht Näf gemäss Mitteilung bereit für eine neue Herausforderung. Norbert Näf ist Vater dreier Kinder und ist seit 2011 ehrenamtlicher Präsident des Henry-Dunant-Museums in Heiden. Die Findungskommission beschreibt ihn als "erfahren, vermittelnd und analytisch".

Die Kommission zieht eine positive Bilanz

Es war das erste Mal, dass in Wittenbach eine überparteiliche Kommission Kandidaten für das Gemeindepräsidium präsentiert. Die Findungsgruppe, in der alle vier Ortsparteien mit je zwei Exponenten vertreten waren, zieht eine positive Bilanz: "In den vergangenen zwei Monaten wurde intensiv und sachbezogen diskutiert, parteipolitische Belange spielten für einmal keine Rolle." Die Findungsgruppe löst sich nun auf. Sie hofft gemäss Mitteilung, dass der respektvolle und faire Umgang unter den Parteien auch im nun beginnenden Wahlkampf fortdaure. In den kommenden Tagen werden die Ortsparteien ihre Nominierungsversammlungen durchführen.

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